Lärm und Gesundheit
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 Jeder fünfte Bürger der Europäischen Region ist bei Nacht regelmäßig einer Lärmbelastung ausgesetzt, die erhebliche Auswirkungen auf seine Gesundheit haben könnte. Eine neue Publikation der WHO liefert neue Erkenntnisse über mögliche Gesundheitsschäden infolge nächtlicher Lärmbelastung und beinhaltet Leitlinien für eine Regelung des nächtlichen Lärmpegels in der Europäischen Region. 
   
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Lärm schadet vielfach der Gesundheit des Menschen und beeinträchtigt seine Aktivitäten in der Schule, am Arbeitsplatz, zuhause und in der Freizeit. Allein Verkehrslärm beeinträchtigt heute die Gesundheit von fast jedem dritten Europäer. Die wichtigsten Gesundheitsrisiken durch Lärm sind nach Ansicht der WHO:

  • Schmerzen und Hörermüdung
  • Hörschäden, inklusive Tinnitus
  • Beeinträchtigung von Sprache und Kommunikation
  • Schlafstörungen mit allen kurz- bis langfristigen Konsequenzen
  • Kreislaufbedingte Erkrankungen
  • Hormonelle Reaktionen (z.B. Stresshormone) und ihre möglichen Konsequenzen für den menschlichen Stoffwechsel und das Immunsystem
  • Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in Schule und Arbeit
  • Beeinträchtigung im sozialen Verhalten (Aggressivität, Hilflosigkeit etc.)
  • Belästigung

Das WHO-Programm "Lärm und Gesundheit" am ECEH Bonn fasst die wissenschaftlichen Belege für die wichtigsten lärmverursachten Gesundheitsfolgen zusammen und benennt, was für besonders betroffene Bevölkerungsgruppen zu tun ist. Die Wechselbeziehungen von Lärm und bestimmten Gesundheitseffekten werden analysiert und die langfristigen Auswirkungen von nächtlicher Lärmbelastung (wie z.B. ständige Schlafstörungen und kreislaufbedingte Erkrankungen) untersucht. In Zusammenarbeit mit anderen WHO-Programmen werden Indikatoren und Richtlinien für Lärm und Gesundheit entwickelt, wie zum Beispiel die „WHO-Nachtlärm-Richtlinien".