Dr. Anne Marie Worning

WHO

In seiner Verbalnote vom 15. März 2019 kündigte der Generaldirektor der WHO sechs Kandidaten für das Amt des Regionaldirektors der Europäischen Region an.

Eine von ihnen, die beim WHO-Regionalbüro für Europa beschäftigte Dr. Nedret Emiroglu, hat deshalb bis zu der Wahl auf der 69. Tagung des Regionalkomitees im September 2019 in Kopenhagen administrativen Urlaub genommen.

Für den Aufgabenbereich von Dr. Emiroglu sind vorübergehend zuständig:

  • Dr. Anne Marie Worning, Geschäftsführende Direktorin für Programm-Management
  • Dr. Masoud Dara, Geschäftsführender Direktor für übertragbare Krankheiten
  • Dr. Dorit Nitzan, Geschäftsführende Direktorin für gesundheitliche Notlagen in der Europäischen Region

Dr. Anne Marie Worning aus Dänemark schloss 1979 ihr Medizinstudium an der Universität Kopenhagen ab. Sechs Jahre lang arbeitete sie im klinischen Umfeld der Kopenhagener Universitätsklinik, bevor sie zu einem Pharmaunternehmen wechselte, wo sie als Koordinatorin für klinische Studien tätig war.

1987 kam Dr. Worning zu dem beim WHO-Regionalbüro für Europa angesiedelten globalen Programm der WHO für Versorgungsqualität und geeignete Technologien. Im Anschluss daran übte sie verschiedene Planungsfunktionen beim Regionalbüro für Europa aus, u. a. als Verwaltungsdirektorin.

Später wechselte Dr. Worning ins WHO-Regionalbüro für den östlichen Mittelmeerraum, wo sie für die Planung und allgemeine Koordination der Arbeit in den Ländern zuständig war. Ab 2007 war sie beim WHO-Hauptbüro in Genf beschäftigt. Dort hatte sie zunächst die Position der Direktorin für Planung, Mittelkoordinierung und Leistungsüberwachung inne und nahm in diesem Zusammenhang erhebliche Vereinfachungen an der Haushaltsstruktur der WHO vor. Später wurde sie unter Dr. Chan zur Exekutivdirektorin des Büros der Generaldirektorin (Kabinettschefin) befördert – eine Stellung, die sie bis zu ihrem Ruhestand innehatte.

In ihrem Heimatland ist Dr. Worning am ehesten für ihre Arbeit im Bereich Qualitätssicherung bekannt und war Gründungsmitglied der Dänischen Gesellschaft für Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Sie ist sehr an der Gesundheitsversorgung von Mutter und Kind interessiert, was durch ihre Arbeit in Burundi als Medizinstudentin bedingt war und später durch ihre Einbindung in die Arbeit internationaler nichtstaatlicher Organisationen in diesem Bereich der öffentlichen Gesundheit weiter verstärkt wurde.