Dr. Haik Nikogosian

Sonderbeauftragter der WHO-Regionaldirektorin für Europa

Dr. Haik Nikogosian ist ein ausgewiesener Gesundheitsexperte und verfügt über umfangreiche Erfahrung in Führungspositionen auf diesem Gebiet auf der nationalen wie internationalen Ebene. Er hat bei der Entwicklung und Umsetzung von Instrumenten und Konzepten im Bereich der öffentlichen Gesundheit, bei der Bewältigung größerer gesundheitspolitischer Herausforderungen und bei der Förderung einer internationalen Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich zahlreiche Führungspositionen innegehabt. Weiterhin ist er auch für seine wissenschaftlichen Interessen bekannt. Seine Lehrtätigkeit erstreckt sich auf globale Gesundheitsinstrumente, Gesundheitsdiplomatie und die Steuerung des Gesundheitswesens.

Dr. Nikogosian ist gegenwärtig der Sonderbeauftragte der WHO-Regionaldirektorin für Europa für die Stärkung der ressortübergreifenden multilateralen Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich und den Ausbau der Schnittstellen zwischen der regionsweiten und der globalen Gesundheitspolitik. Seit Juli 2015 ist er auch Sonderbeauftragter der WHO in der Russischen Föderation.   

Zwischen 2007 und 2014 trug Dr. Nikogosian als erster Leiter des Sekretariats des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) die Gesamtverantwortung für die Koordination der Umsetzung dieses ersten globalen Übereinkommens im Gesundheitsbereich. Seine Arbeit beinhaltete auch die Vorarbeit für den Abschluss des Vertrags und die Mechanismen und Instrumente zur Unterstützung seiner Umsetzung, darunter die Verhandlungen über Inhalt und Annahme seines ersten Protokolls, eines neuen völkerrechtlichen Vertrags. 

Zwischen 2000 und 2007 hatte Dr. Nikogosian verschiedene Führungspositionen beim WHO-Regionalbüro für Europa inne und war u. a. Stellvertretender Leiter der Abteilung Gesundheitsprogramme mit Zuständigkeit für nichtübertragbare Krankheiten und Lebensstil. Er koordinierte Ministerkonferenzen über die Bekämpfung des Tabakkonsums und der Adipositas und arbeitete an Strategien, Aktionsplänen und Rahmenkonzepten für die Europäische Region in den Bereichen nichtübertragbare Krankheiten, Tabakkonsum, Alkoholkonsum, Ernährung, Bewegung, physische Gesundheit und Gesundheit im Strafvollzug. Zu seiner Tätigkeit gehörte auch die Koordinierung der Hilfe an die Länder in Bezug auf Gesundheitsprogramme. 

Bevor er sich der internationalen Arbeit zuwandte, war Dr. Nikogosian in den 1990er Jahren als Gesundheitsminister Armeniens sowie als Gründungsvorsitzender des Staatlichen Gesundheitsinstituts tätig. Er hatte auch verschiedene Positionen als Wissenschaftler und leitende Funktionen in seinem Land wie auch im Ausland inne. Dazu gehörte eine Führungsrolle in innovativen Vorhaben wie der Einführung multidisziplinärer Diagnoseangebote, landesweiter Reihenuntersuchungen und grenzüberschreitender Telemedizin.

Aufgrund seiner internationalen Erfahrung ist Dr. Nikogosian in jüngster Zeit für das Programm für globale Gesundheitspolitik am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf tätig geworden, wo er u. a. die Kurse für höhere Führungskräfte auf der globalen Ebene und in den Regionen unterrichtet, deren inhaltliche Schwerpunkte auf globalen Gesundheitsinstrumenten, der globalen Gesundheitsdiplomatie und der Führung im Gesundheitsbereich liegen.

Dr. Nikogosian ist Doktor der Medizin und Inhaber eines Lehrstuhls für Medizinwissenschaften und hat über die Organisation des Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitsdienste promoviert. Er ist armenischer Staatsbürger.