Dr. Nedret Emiroglu

Direktorin der Abteilung Übertragbare Krankheiten, Gesundheitssicherheit und Umwelt

Sonderbeauftragte der Regionaldirektorin, Ziele für nachhaltige Entwicklung und Politiksteuerung

Auftrag

Die Abteilung soll in den Anstrengungen auf regionsweiter und nationaler Ebene zum Schutz der Gesundheit der Bürger und zur Senkung von Mortalität und Morbidität aufgrund der wichtigsten übertragbaren Krankheiten eine Führungsrolle anstreben und die strategische Richtung vorgeben und ferner im Rahmen des Programms der WHO für gesundheitliche Notlagen geeignete Vorsorge-, Früherkennungs- und Gegenmaßnahmen im Hinblick auf gesundheitliche Notlagen und Krankheitsausbrüche in der Europäischen Region der WHO ergreifen. Sie handelt gemäß dem Rahmenkonzept der Europäischen Region „Gesundheit 2020" und der globalen Agenda für nachhaltige Entwicklung und den mit ihr verbundenen Zielen (SDG).

Aufgaben

Die Abteilung unterstützt die Führungsrolle der WHO in der Prävention übertragbarer Krankheiten und in der Gesundheitssicherheit, formuliert Normen und Standards, regt evidenzbasierte Grundsatzoptionen an, steht den Ländern in fachlicher Hinsicht auch für Bereitschaftsplanung und Maßnahmen gegen gesundheitliche Gefahren bei, beobachtet die Gesundheitssituation, bewertet die Trends hinsichtlich der wichtigsten übertragbaren Krankheiten sowie sonstiger Gefahren für die öffentliche Gesundheit und gestaltet die Forschungsagenda durch einschlägige Initiativen, Partnerschaften und Projekte mit. Diese Arbeit wird in Kooperation mit maßgeblichen Partnern und Akteuren geleistet, hierunter andere Sektoren, die Zivilgesellschaft und die Vereinten Nationen insgesamt. 

Konkret unterstützt die Abteilung Länder in der Europäischen Region der WHO darin:

  • Konzepte, Systeme und evidenzbasierte Interventionen zu entwickeln, mit denen die Belastung durch übertragbare Krankheiten, hierunter HIV/Aids und andere sexuell übertragene Infektionen, Tuberkulose und insbesondere multiresistente und extensiv resistente Tuberkulose, Malaria und andere Vektorkrankheiten, Influenza und andere Atemwegserkrankungen, impfpräventable Krankheiten, Lebensmittelsicherheit und antimikrobielle Resistenzen;
  • Zielmarken der Europäischen Region für die Eliminierung bzw. Eradikation von Masern, Röteln, Malaria und Poliomyelitis zu erreichen bzw. zu verteidigen; 
  • regionsweite Warn- und Reaktionsmaßnahmen aufrechtzuerhalten und den Ländern bei der Stärkung von Vorsorge-, Surveillance- und Reaktionssystemen für die Bewältigung eines breiten Spektrums an gesundheitsrelevanten Ereignissen (z. B. Ausbruch vorhandener, neuer oder erneut auftretender Infektionskrankheiten und Abwehr umweltrelevanter, chemischer und nuklearer Ereignisse) gemäß den Bestimmungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) und unter Berücksichtigung landesspezifischer Risiken behilflich zu sein, um so zu einer Verbesserung der Gesundheitssicherheit beizutragen. 

Als Sonderbeauftragte der Regionaldirektorin für SDG und Politiksteuerung steht Dr. Emiroglu für Erfolgskontrolle, konzeptionelle Kohärenz und Synergie im Regionalbüro, damit die SDG in Abstimmung mit „Gesundheit 2020", dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden, verwirklicht werden können. In dieser Eigenschaft arbeitet Dr. Emiroglu auch für mehr Problembewusstsein, stärkere Allianzen und bessere Partnerschaften für die SDG auf nationaler und lokaler Ebene.

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Beruflicher Werdegang

Dr. Nedret Emiroglu hat Medizin studiert, im Fach Gesundheitswissenschaften promoviert und verfügt über 30 Jahre Erfahrung auf nationaler und internationaler Ebene. Bevor sie ihre jetzige Aufgabe übernahm war sie von 2010 bis 2015 Stellvertretende Direktorin der Abteilung Übertragbare Krankheiten, Gesundheitssicherheit und Umwelt und Sonderbeauftragte der Regionaldirektorin für die Millenniums-Entwicklungsziele und für Politiksteuerung. Sie verfügt über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen aus den Bereichen übertragbare Krankheiten, Immunisierung, nichtübertragbare Krankheiten und Umwelt und Gesundheit. 

Seit 2001 leitete sie im Regionalbüro erst als Regionalbeauftragte das Referat für impfpräventable Krankheiten und Impfungen und das gemeinsame Programm für die epidemiologische Überwachung übertragbarer Krankheiten und entsprechende Gegenmaßnahmen und später als kommissarische Direktorin die Abteilung Gesundheitssysteme und öffentliche Gesundheit, die auch für übertragbare und nichtübertragbare Krankheiten sowie Umwelt und Gesundheit zuständig war. 2009 wurde Dr. Emiroglu Leiterin des Referats für übertragbare Krankheiten mit Zuständigkeit für HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria, Impfwesen, Surveillance- und Gegenmaßnahmen (einschließlich Bekämpfung der pandemischen Influenza in der Europäischen Region).

Von 1997 bis 2001 arbeitete Dr. Emiroglu für die WHO erst als medizinische Referentin für das Impfprogramm der Region Westlicher Pazifikraum und später in der Türkei und den Balkanländern für die dortigen Impf- und Polio-Programme. 

Dr. Emiroglu hat zehn Jahre auf nationaler Ebene für Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten gearbeitet und von 1987 bis 1997 die Programme für Immunisierung und impfpräventable Krankheiten des türkischen Gesundheitsministeriums geleitet.