Dr. Piroska Östlin

Leiterin der Abteilung Politikgestaltung und -steuerung für Gesundheit und Wohlbefinden

Auftrag

Der Auftrag der Abteilung lautet:

  • die Umsetzung von „Gesundheit 2020", dem Rahmenkonzept und der Strategie der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden, sowie der Ergebnisse der wichtigsten in ihre Ausarbeitung eingeflossenen Studien (Untersuchung der sozialen Determinanten von Gesundheit und des Gesundheitsgefälles in der Europäischen Region; Politiksteuerung für mehr Gesundheit; Ökonomie der Gesundheitsförderung) voranzutreiben und dabei die Federführung zu übernehmen; und
  • in Programmbereichen, die eine erhebliche Bedeutung und Querschnittsfunktion für die Arbeit sämtlicher Fachabteilungen haben, strategische und fachliche Führungsimpulse zu geben.

In Erfüllung dieses Auftrags unterstützt die Abteilung die Länder bei der Entwicklung ihrer Gesundheitspolitik auf nationaler und subnationaler Ebene, gibt strategische und fachliche Führungsimpulse in Bezug auf Politiksteuerung für mehr Gesundheit und gesundheitliche Chancengleichheit – insbesondere mit Blick auf die sozialen Determinanten von Gesundheit, Gleichstellungsfragen, Menschenrechtsaspekte und Anfälligkeiten – und koordiniert das Gesunde-Städte-Netzwerk sowie das Netzwerk „Regionen für Gesundheit".

Aufgaben

Programme und Fachbereiche der Abteilung:

  • Umsetzung von „Gesundheit 2020"
  • Nationale und subnationale ressortübergreifende Konzepte
  • Politiksteuerung für mehr Gesundheit
  • Soziale Determinanten von Gesundheit
  • Vulnerabilität und die Gesundheit von Migranten und Roma
  • Geschlecht und Gesundheit
  • Menschenrechte und menschliche Gesundheit
  • Befähigung von Patienten zu selbstbestimmtem Handeln
  • Folgen der Migration für die öffentliche Gesundheit
  • Gesundheit in Städten und gesunde Städte
  • Regionen für Gesundheit
  • Koordinierung von Netzwerken für gesunde Umfelder und durchgehende Berücksichtigung von Aspekten der Gesundheitsförderung.

Beruflicher Werdegang

Dr. Piroska Östlin hat an der Universität Uppsala (Schweden) im Fach Gesundheitswissenschaften promoviert und ist Lektorin für Gesundheitswissenschaften am Karolinska-Institut in Stockholm. 2016 wurde sie zur Leiterin der Abteilung Politikgestaltung und -steuerung für Gesundheit und Wohlbefinden ernannt. 

Dr. Östlin kam 2010 als Sonderberaterin für soziale Determinanten von Gesundheit zum Regionalbüro für Europa und wurde 2012 Leiterin des Programms Vulnerabilität und Gesundheit.

In den Jahren 2004 und 2009 fungierte sie als Koordinatorin zweier Sonderarbeitsgruppen der WHO über Forschungsprioritäten für Chancengleichheit im Gesundheitsbereich. Sie war auch ein Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der WHO für Forschung und Analyse im Bereich der Chancengleichheit und Ko-Vorsitzende des Wissensnetzwerks Frauen und Gleichstellung bei der Globalen Kommission der WHO für soziale Determinanten von Gesundheit. 

Zwischen 2001 und 2010 war Dr. Östlin ein Mitglied des Europäischen Instituts für die Gesundheit von Frauen. Zu ihren früheren Tätigkeiten gehören: Sekretärin der Staatlichen Gesundheitskommission Schwedens; Forschungsleiterin und Expertin für internationale Gesundheitspolitik beim Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit; und Mitglied des Vorstands der Nordic School of Public Health.  

Sie ist auch Mitverfasserin mehrerer fachlich begutachteter Publikationen und Mitredakteurin mehrerer Bücher, darunter Gender Inequalities in Health: A Swedish Perspective, Harvard University Press, 2001; Engendering International Health: The Challenge of Equity, MIT Press, 2002; und Gender Equity in Health: The Shifting Frontiers of Evidence and Action, Routledge, 2010.