Leen Meulenbergs

Exekutivbeauftragte für Strategische Partnerschaften beim WHO-Regionalbüro für Europa und Repräsentantin der WHO bei der Europäischen Union

Auftrag

Das Programm „Strategische Partnerschaften“ unterstützt das Regionalbüro bei Aufbau, Konsolidierung und Stärkung seiner Partnerschaften auf Ebene der Europäischen Region und der Länder und übt eine strategische Aufsichtsfunktion über die Bemühungen zur Mittelbeschaffung aus, um eine Verbesserung der Gesundheitssituation für die Bürger aller Länder der Europäischen Region der WHO zu erreichen. Es kümmert sich um die Beziehungen mit der EU, mit Organisationen der Vereinten Nationen und mit anderen zwischenstaatlichen Organisationen sowie mit globalen Gesundheitspartnerschaften und nichtstaatlichen Akteuren.

Die Institutionen der EU (Europäische Kommission, Europäisches Parlament und Europäischer Rat) sind zentrale Partner nicht nur für das Regionalbüro für Europa, sondern auch für die WHO weltweit. Der Auftrag der in Brüssel angesiedelten Vertretung der WHO bei der EU besteht darin, die Gesamtstrategie der WHO gegenüber der EU zu erweitern und die Kooperation u. a. in folgenden vorrangigen Bereichen voranzutreiben: globale Gesundheitspolitik, Entwicklungspolitik, Notfallhilfe und humanitäre Hilfe, Forschung und Kapazitätsaufbau.

Aufgaben

Das Programm für strategische Partnerschaften:

  • ist die Anlaufstelle für Partner, die mit dem Regionalbüro zusammenarbeiten oder eine solche Zusammenarbeit anstreben, und entwirft die Partnerschaftsstrategie des Regionalbüros;
  • entwirft Strategien zur Mittelbeschaffung und führt sie durch, um Umfang und Flexibilität der Mittel zu erhöhen und ihre Ausrichtung an den Prioritäten des Regionalbüros zu verbessern;
  • empfiehlt und koordiniert geeignete Verfahren, um die Rechtzeitigkeit und Qualität der Vereinbarungen mit Gebern sowie der Berichterstattung an diese zu gewährleisten; und
  • sorgt für die Kohärenz, Folgerichtigkeit und regelmäßige Überarbeitung von Partnerschaften.

Die Vertretung der WHO bei der Europäischen Union:

  • setzt den Sachverstand der WHO gezielt dazu ein, eine Ausweitung und Optimierung der konzeptionellen und fachlichen Arbeit von EU und WHO in maßgeblichen Bereichen zum beiderseitigen Nutzen zu ermöglichen;
  • unterstützt die Beteiligung von Mitarbeitern der WHO an Konsultationen der Europäischen Kommission und wirbt in den EU-Institutionen und unter den maßgeblichen Akteuren im Gesundheitsbereich für die Konzepte der WHO; und
  • stellt einschlägige Informationen bereit und vermittelt sie, darunter die Zusammenstellung und Erhaltung des institutionellen Gedächtnisses in Bezug auf alle Maßnahmen der EU, die für die Arbeit der WHO von Bedeutung sind bzw. sich auf sie auswirken.

Beruflicher Werdegang

Frau Meulenbergs hat beim Regionalbüro für Europa seit 2011 die Federführung bei der Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen sowie bei der Mittelbeschaffung inne. Ferner wird sie ab August 2016 als Repräsentantin der WHO bei der EU die Beziehungen der WHO mit den Institutionen der EU koordinieren.

Vor ihrer Tätigkeit für das Regionalbüro für Europa war Frau Meulenbergs Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen beim belgischen Gesundheitsministerium (dem Föderalen Öffentlichen Dienst Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt) und in dieser Eigenschaft für die Zusammenarbeit mit der WHO im Gesundheitsbereich während der Präsidentschaften Belgiens im Rat der Europäischen Union in den Jahren 2001 und 2010 zuständig.

Frau Meulenbergs ist Inhaberin eines Master-Diploms in Psychologie und war als Exekutivdirektorin eines WHO-Kooperationszentrums für Gesundheit und psychosoziale Faktoren tätig. Sie leitete mehrere europäische Projekte, darunter eines über die Alzheimer-Krankheit. Sie war an einem Projekt zur Bewältigung posttraumatischer Stressbelastung in der Region der Afrikanischen Großen Seen beteiligt. Außerdem war sie ein Mitglied der Sonderarbeitsgruppe der WHO für die Beurteilung der psychischen Gesundheit in den Ländern.