Vierter Tag der Weltgesundheitsversammlung: Unterstützung für WHO-Reform

WHO/Pierre Albouy

Am vierten Tag der Weltgesundheitsversammlung erörterten die Vertreter der Länder Vorschläge für eine Reform der WHO in den Bereichen Programm- und Prioritätensetzung sowie Führungs- und Verwaltungsfragen. Die Delegierten bestätigten erneut ihre Unterstützung für die Agenda der Generaldirektorin und wiederholten, wie wichtig eine umfassende Reform sei, damit die WHO effektiver ihren normativen Auftrag und ihre Aufgaben im Bereich der fachlichen Unterstützung erfüllen sowie bessere Rechenschaft und mehr Transparenz ermöglichen könne. Sie befürworteten eine stärkere Ausrichtung auf Ergebnisse und Führungsaspekte und begrüßten Vorschläge zur besseren Kontrolle der Arbeit der WHO.

Zum Thema Programm- und Prioritätensetzung erörterten die Delegierten einen ersten Entwurf des Zwölften Allgemeinen Arbeitsprogramms (GPW) für den Zeitraum 2014–2019. Dieser Entwurf war nach einer Zusammenkunft von Vertretern der Mitgliedstaaten zur Programm- und Prioritätensetzung im Februar 2012 erstellt worden, als Einigkeit über die Aufgabenkategorien und Kriterien für entsprechende Prioritäten bestand.

Aus den Ländern gab es breite Zustimmung für die angeregten fünf Kategorien: übertragbare Krankheiten, nichtübertragbare Krankheiten, Gesundheit im Verlauf des Lebens, Gesundheitssysteme sowie Vorbereitung auf und Überwachungs- und Gegenmaßnahmen für den Notfall. In allen Wortmeldungen wurde betont, dass sich die WHO auf die sozialen, ökonomischen und ökologischen Determinanten von Gesundheit konzentrieren solle. Es gab allerdings eine längere Debatte zur Frage, ob diese Determinanten eine alle fünf Kategorien überspannende Priorität, in eine der Kategorien integriert oder eine eigene sechste Kategorie werden solle. Am Ende wurde entschieden, keine weitere Kategorie hinzuzufügen, sondern den Beschluss zum Entwurf dahingehend zu ändern, dass das Sekretariat gebeten werde aufzuzeigen, wie den Determinanten von Gesundheit im nächsten Entwurf des GPW Priorität gegeben werden soll und dies auf den Regionalkomitees in diesem Jahr zu prüfen.

Nichtübertragbare Krankheiten

Die Länder verabschiedeten die Entscheidung zu nichtübertragbaren Krankheiten ohne Änderungen in der vom Ausschuss A angeregten Fassung. Viele Länder bekundeten Unterstützung für einen Entwurf zur Umsetzung des Plans für die Ernährung von Mutter, Neugeborenem und Kleinkind.

Forschung und Entwicklung

Die Debatte des vorherigen Tages zur weiteren Verwendung der Befunde aus dem Bericht der Beratenden Expertengruppe für Fragen von Forschung und Entwicklung sowie ihrer Finanzierung und Koordinierung (CEWG) wurde fortgeführt.