Weltgesundheitsversammlung, Tage 5 bis 7: Internationale Gesundheitsvorschriften und Forschung und Entwicklung für mehr Gesundheit als zentrale Themen auf der Tagesordnung

WHO/Pierre Albouy

Tag 5 der Weltgesundheitsversammlung: Foto: WHO/Pierre Albouy

Unterstützung für die IGV und ihre Anerkennung für die Hilfe der WHO für die Länder zum Ausdruck.

Das Sekretariat hob hervor, wie wichtig die Bereitstellung der erforderlichen Mittel durch die Länder für eine Fortsetzung der Arbeit im Rahmen der IGV sei; dies betreffe sowohl die Arbeit in den Ländern selbst als auch die bei der WHO. Die Delegierten nahmen einen Bericht zur Kenntnis, in dem eine Bilanz der bisherigen Fortschritte bei der Umsetzung von insgesamt 15 Empfehlungen für eine weitere Verbesserung der Wirksamkeit der IGV gezogen wird. Länder, die ihre Verpflichtungen im Rahmen der IGV noch nicht erfüllt haben und hierfür um eine Fristverlängerung über das Jahr 2014 hinaus gebeten haben, sind nun gehalten, die WHO-Generaldirektorin darüber zu informieren und ihr die Gründe für die nicht erfolgte Umsetzung der IGV zu erläutern.

Forschung und Entwicklung für mehr Gesundheit

Die Mitgliedstaaten berieten auch über die Weiterverfolgung der Ergebnisse der Beratenden Expertengruppe für Fragen von Forschung und Entwicklung (CEWG), deren Arbeitsschwerpunkt auf der Finanzierung und Koordinierung von Forschung und Entwicklung für mehr Gesundheit liegt und eine besondere Berücksichtigung der Belange der Entwicklungsländer beinhaltet.

Die Aufgabe der CEWG besteht darin, die gegenwärtige Finanzierung und Koordinierung von Forschung und Entwicklung sowie Vorschläge für neue und innovative Finanzierungsquellen zu prüfen, um Forschungs- und Entwicklungsbemühungen in Bezug auf Krankheiten der Typen II und III in Gang zu bringen und in Bezug auf Krankheiten vom Typ I die besonderen Bedürfnisse der Entwicklungsländer gebührend zu berücksichtigen.

Die Weltgesundheitsversammlung verabschiedete eine Resolution, in der die Länder dazu aufgerufen werden, ihre Kapazitäten auszubauen und ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung für mehr Gesundheit zu erhöhen, den Kapazitätsausbau voranzutreiben und die Koordinierung von Forschung und Entwicklung auf nationaler, regionaler und globaler Ebene zu fördern. Ferner wird die WHO darum ersucht, ein globales Observatorium für Forschung und Entwicklung im Gesundheitsbereich einzurichten, das eine Überwachung und eingehende Analyse von auf diesem Gebiet relevanten Informationen gewährleisten soll.

Global Health Innovative Technology Fund

Auf einer Nebenveranstaltung am 24. Mai 2013 wurde eine neue öffentlich-private Partnerschaft, der Global Health Innovative Technology Fund, vorgestellt. Die Zielsetzung der Arbeit des Fonds besteht darin, weltweite Partnerschaften im Bereich Forschung und Entwicklung, die neue Arzneimittel, Impfstoffe, Diagnostika und andere Instrumente für die Bekämpfung von Krankheiten in den Entwicklungsländern produzieren, zu ermöglichen und mit Finanzmitteln zu versorgen.

Resolutionen zu den Themen psychische Gesundheit und Behinderung
Darüber hinaus wurde je eine Resolution über den globalen Aktionsplan für psychische Gesundheit und über das Thema Behinderung verabschiedet.

eGesundheit

Während der Diskussionen über Standardisierung und Interoperabilität im Bereich eGesundheit lobte die Delegation der Russischen Föderation die Arbeit der WHO im Bereich der Domain-Namen im Internet, auch im kyrillischen Alphabet. Die Delegationen Frankreichs und Estlands brachten ihre Unterstützung für die Resolution zu diesem Thema zum Ausdruck, über die am 27. Mai 2013 weiter beraten wird.