Letzter Tag der Weltgesundheitsversammlung: Themen von besonderem Interesse für die Europäische Region

Die Weltgesundheitsversammlung ging am 26. Mai 2015 zu Ende. Am letzten Tag wurden neue Resolutionen zu folgenden drei Themen verabschiedet: Luftverschmutzung; Epilepsie; und die nächsten Schritte bei der Fertigstellung des Rahmens für die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren.

  • In den Beratungen über einen Fortschrittsbericht über die Förderung von Gesundheit im gesamten Lebensverlauf forderte Island im Namen der nordischen Länder die WHO eindringlich auf, ihre Arbeit im Bereich der sozialen Determinanten und der gesundheitlichen Chancengleichheit zu intensivieren. Das Vereinigte Königreich sprach über die Arbeit des WHO-Regionalbüros für Europa zur Thematisierung der sozialen Determinanten und ging namentlich auf die Untersuchung über die sozialen Determinanten von Gesundheit und das Gesundheitsgefälle sowie auf die Thematik der nachhaltigen Finanzierung von Gesundheitssystemen ein. 
  • Unter Bezugnahme auf die Tagesordnungspunkte im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten – psychische Gesundheit, Störungen des Autismusspektrums und Hörbehinderungen – brachte Island seine Anerkennung für die entwickelten Indikatoren zum Ausdruck, forderte aber eine stärkere Schwerpunktlegung auf die Datenerhebung. 
  • Aserbaidschan schilderte die Umsetzung seiner nationalen Strategie samt Aktionsplan im Bereich der psychischen Gesundheit, seine Bestrebungen zur Bekämpfung von Stigmatisierung und die Einführung neuer Protokolle auf der Ebene der primären Gesundheitsversorgung. Es dankte der WHO für ihre Hilfe und erläuterte, dass sein Ansatz bereichsübergreifend sei und einen besonderen Schwerpunkt auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen lege.
  • Zum Thema Gehörverlust erklärte die Russische Föderation, sie führe ohrenärztliche Reihenuntersuchungen für Neugeborene durch, und das Vereinigte Königreich wies darauf hin, dass die Strategie im Einklang mit ihrem nationalen Aktionsplan stehe.