PedalAlzheimer Fest: 140 km auf dem Fahrrad zur Bewusstseinsbildung über die Alzheimer-Krankheit

FIAB Bassano

Zwei Tage auf dem Fahrrad durch die atemberaubend schönen Landschaften der italienischen Regionen Trentino und Venetien, um das Bewusstsein für die Alzheimer-Krankheit zu schärfen – darum geht es bei PedalAlzheimer Fest 2019, einer Initiative des Pflegeheims in Levico Terme, einem Ort im Trentino, die auch von der autonomen Provinz Trient unterstützt wird. Ziel ist es, auf die gesundheitlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen aufmerksam zu machen, denen sich Familien gegenübersehen, wenn ein Angehöriger an der Alzheimer-Krankheit erkrankt.

Am 13. September versammelte sich eine engagierte Gruppe von Gesundheitsfachkräften, Sozialarbeitern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Unterstützern aller Altersgruppen mit ihren Fahrrädern in Levico Terme, um zu einer Fahrradtour aufzubrechen. Ihr Zielort war Treviso in der Region Venetien, jener Stadt, in der 2019 das Alzheimer Fest ausgerichtet wird – einem Festival mit Debatten, Musik und Kunst inspiriert durch die Alzheimer-Krankheit und die betroffenen Menschen, ganz nach dem Motto: „Die Krankheit nimmt uns nicht unser Leben.“

In Begleitung des Italienischen Umwelt- und Fahrradverbands (FIAB) folgte die Gruppe der Initiative PedalAlzheimer Fest der Fahrradroute durch die Brenta von Levico bis nach Piazzola sul Brenta und anschließend dem Fahrradweg in Ostiglia bis nach Treviso. Insgesamt radelten sie 140 km und hielten auf dem Weg an verschiedenen Pflegeheimen, wo sie von den Bewohnern, deren Familien und den lokalen Gemeinden mit offenen Armen empfangen wurden. Das Treffen mit den Senioren war jeweils der bewegendste Moment, und dank besonderer Rollstuhlfahrräder für Menschen mit Behinderungen waren auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität in der Lage, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Die Alzheimer-Krankheit mit ihren ethischen, sozialen, kulturellen, organisatorischen und ökonomischen Folgen stellt eine der größten Herausforderungen für Wissenschaft, Gesellschaft und das öffentliche Gesundheitswesen dar. Sich in der heutigen Zeit mit der Alzheimer-Krankheit zu befassen, bedeutet nicht nur, die Forschung in Medizin und Wissenschaft zu unterstützen, sondern auch eine breitere Sichtweise anzunehmen und die Familie sowie die sozialen und kulturellen Kontexte des von der Krankheit Betroffenen mit einzubeziehen und zu schätzen.

Das Trentino arbeitet seit Langem intensiv an der Stärkung eines Netzwerks, das öffentliche Einrichtungen, Gemeinden, Dienstleister und Organisationen der Zivilgesellschaft verbindet, um stützende Umfelder für von der Alzheimer-Krankheit betroffene Menschen und Familien zu schaffen. So wurde nach und nach gegenseitiges Vertrauen aufgebaut und anerkannt, dass die Zusammenarbeit Chancen für Entwicklung und Verbesserungen schafft. Aufbauend auf den Fähigkeiten, Ressourcen und Erfahrungen lokaler Gemeinschaften und Entscheidungsträger verfolgt das Netzwerk das Ziel, die von der Krankheit betroffene Person sowie ihre Familie und Pflegekräfte immer ins Zentrum der täglichen Arbeit zu rücken.