WHO-Regionalbüro für Europa und Weltbank arbeiten gemeinsam an Studie über Gesundheitssysteme

Seit 1990 haben die Länder Osteuropas und Zentralasiens deutlich geringere Zugewinne an Lebenserwartung erzielt als jede andere Gruppe von Ländern mit höherem oder mittlerem Einkommen. Dürftig sind die Fortschritte dieser Länder auch in Bezug auf die finanzielle Absicherung der Bürger gegen unvorhersehbare und kostspielige Gesundheitsausgaben, ein zentrales Ziel jedes Gesundheitssystems.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, die sich nicht zuletzt aufgrund der zusätzlichen finanziellen Belastungen für Regierungen und Bürger infolge der Wirtschaftskrise noch verschärft haben, unterstützt das WHO-Regionalbüro für Europa die Weltbank bei der ergebnisbasierten Bewertung der Gesundheitssysteme in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Wege aufzuzeigen, die zu besseren Ergebnissen führen.

Dr. Abdo Yazbeck, Leiter der Sektion „Gesundheitswesen in Europa und Zentralasien“ bei der Weltbank, wird während seines Besuchs beim Regionalbüro am 11. und 12. Oktober 2010 über eine Fortsetzung dieser Zusammenarbeit sowie über den Beitrag der WHO zu der Studie über die Gesundheitssysteme sprechen.

Das WHO-Regionalbüro für Europa arbeitet seit vielen Jahren mit der Weltbank zusammen. Eine Vereinbarung zwischen den beiden Organisationen wurde 2002 unterzeichnet. Beide sind Gründungspartner des Europäischen Observatoriums für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik. Weitere Bereiche der Zusammenarbeit sind der Aufbau von Kapazitäten für die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Durchführung von Leistungsbewertungen und Grundsatzdialogen über Gesundheitssysteme auf nationaler und internationaler Ebene.