WHO will Vitamin-D-Mangel in der Europäischen Region dokumentieren

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Von links: Mitarbeiter des WHO-Regionalbüros für Europa (Dr. Joao Breda und Prof. José Martin-Moreno) und Mitglieder des Vorstands der Public Advice International Foundation (Dr. Werner Christie und David Webber) (Bild: WHO)

In einer Besprechung am 1. Oktober 2010 haben Experten der WHO mit Vertretern der Public Advice International Foundation (PA International) das Thema Vitamin-D-Mangel in der Europäischen Region der WHO erörtert.

Gegenstand der Gespräche waren Auftrag und Strategie der Stiftung PA International sowie die Arbeit des Regionalbüros in den Themenbereichen Ernährung, Bewegung und Adipositas, zu der auch Instrumente wie die Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas und der Europäische Aktionsplan Nahrung und Ernährung der WHO 2007–2012 gehören.

Als Ergebnis einigten sich die Partner auf eine Reihe künftiger Aktionen. Demnach wird das WHO-Regionalbüro für Europa:

  • eine umfassende Sichtung der Fachliteratur über Vitamin-D-Mangel und seine Determinanten vornehmen;
  • den Vitamin-D-Mangel in der Europäischen Region so umfassend wie möglich dokumentieren;
  • einen integrierten Plan zu seiner Bekämpfung mittels einer Strategie gegen Mikronährstoffmangel ausarbeiten, wie sie im Aktionsplan Nahrung und Ernährung skizziert wird;
  • in Abstimmung mit dem WHO-Hauptbüro an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Leitlinien für Mikronährstoffe arbeiten.

PA International wird in Abstimmung mit dem Regionalbüro und mit Beteiligung maßgeblicher Akteure eine Mittelbeschaffungskampagne zur Unterstützung dieser Aktionen entwerfen.

Die Gespräche knüpften an die Ergebnisse eines vor kurzem vom Ständigen Ausschuss der europäischen Ärzte (CPME) zusammen mit PA International organisierten Workshops an, der sich mit dem weit verbreiteten Vitamin-D-Mangel in der Europäischen Region befasste.

Der menschliche Körper benötigt Vitamin D zur Regulierung seines Calcium- und Phosphathaushalts, die für eine normale Knochenmineralisierung sowie für Muskelkontraktion, Nervenstoffwechsel und allgemein das Funktionieren aller Zellen im Körper erforderlich ist. Besonders anfällig für Vitamin-D-Mangel sind Kleinkinder, Jugendliche und ältere Menschen.