Regionaldirektorin spricht auf dem Nordischen Ministerrat

Ministry of Social Affairs and Health, Finland

Auf einer Diskussion am runden Tisch anlässlich des Nordischen Ministerrates für Gesundheits- und Sozialpolitik am 20. Juni 2011in Vaasa (Finnland) erklärte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, die Beseitigung gesundheitlicher Ungleichheiten sei ein zentrales Ziel bei der Ausarbeitung von „Gesundheit 2020“, der neuen europäischen Politik für Gesundheit und Wohlbefinden.

Sie fügte hinzu, gesundheitliche Ungleichheiten, die sich an der Lebenserwartung messen ließen, seien bei einer Aufschlüsselung nationaler Daten nach Region noch deutlich erkennbar, selbst in Ländern mit hohem Einkommen wie in der Nordischen Region.

Die zugrunde liegende Vision von „Gesundheit 2020“ beschrieb Frau Jakab so: „Eine Europäische Region der WHO, in der alle Völker in die Lage versetzt und dabei unterstützt werden, ihr volles gesundheitliches Potenzial auszuschöpfen und ein möglichst hohes Maß an Wohlbefinden zu erreichen, und in der die Länder einzeln wie auch gemeinsam auf den Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten inner- wie außerhalb der Region hinarbeiten.“

Diese neue Politik werde nun benötigt, so Frau Jakab, da Gesundheit nicht nur ein Menschenrecht und ein öffentliches Gut sei, sondern auch ein Aktivposten für die Entwicklung. „Gesundheit 2020“ werde ein unschätzbar wichtiges Instrument für die Verantwortlichen in Gesundheitspolitik und anderen Politikbereichen sein, da es einen auf Werte gestützten Rahmen für die gesundheitliche Entwicklung sowie strategische Ziele, realistische Vorgaben für die Europäische Region und Instrumente für Planung und Umsetzung, Überwachung und Evaluation enthalte.

Frau Jakab erläuterte auch, wie das WHO-Regionalbüro für Europa die Länder der Region bei der Bewältigung der Belastung durch nichtübertragbare Krankheiten, der Herausforderungen im Bereich psychische Gesundheit und des Alkoholmissbrauchs unterstützt.