WHO und Europäische Kommission bauen Zusammenarbeit in zentralen Bereichen aus

Leitende Beamte und Experten vereinbarten anlässlich einer Zusammenkunft in Brüssel am 6. und 7. März konkrete Pläne für die Zusammenarbeit ihrer Organisationen im Jahr 2012. Außerdem prüften sie die seit ihrer letzten Zusammenkunft im Jahr 2012 erzielten Fortschritte. Das Treffen wurde von der WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab und der Generaldirektorin für Gesundheit und Verbraucher Paola Testori Coggi geleitet.

„Wir haben unterschiedliche Aufträge und Ansätze und können gerade daher beide aus der Zusammenarbeit Vorteile zielen. Das heutige Treffen der leitenden Mitarbeiter ist ein weiterer Schritt zur Stärkung unserer Zusammenarbeit“, sagte Frau Coggi.

„Der Sinn der Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission liegt für die WHO nicht in erster Linie darin, Mittel zu mobilisieren. Vielmehr will sie Wege finden, die politischen und fachlichen Kapazitäten der Kommission für das gemeinsame Ziel mehr Gesundheit in der Europäischen Region und in der Welt einzusetzen“, sagte Frau Jakab.

Zum Ende der zweitägigen Zusammenkunft wurde eine strategische Zusammenarbeit vor Ort in den Ländern und in den Themenbereichen Gesundheitssysteme,  Gesundheitssicherheit, Innovation und Gesundheit, Gesundheitsinformationen und gesundheitliche Ungleichheiten vereinbart.  Außerdem beschlossen WHO und Europäische Kommission eng für eine bessere Informationspolitik bei Ereignissen zu arbeiten, die eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellen könnten. Die zentralen Bereiche der verstärkten Zusammenarbeit werden Maßnahmen umfassen, die sich sowohl auf Europa als auch auf die Welt insgesamt beziehen.

Für die Europäische Region der WHO haben Regionalbüro und Kommission Pläne für die kommenden zwölf Monate zum Ausbau der Partnerschaft in sechs zentralen Bereichen vereinbart. Für die globale Ebene wurden fünf Ergebnisdokumente gebilligt, in denen konkrete Maßnahmen der gemeinsamen Arbeit skizziert werden. 

Die Zusammenarbeit wird verschiedene Formen annehmen und von einem Informationsaustausch und der weiteren Erkundung konkreter Maßnahmen bis zur Umsetzung von Aktivitäten in den Ländern reichen. Doch soll sich die Zusammenarbeit nicht auf die 2012 behandelten Themen beschränken und so wurde betont, dass 2013 auch Bereiche wie die humanitäre Hilfe angesprochen werden sollten, in denen es bereits eine strategische Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen gibt. Die WHO regte an, das nächste Treffen in Genf durchzuführen.

Während der Zusammenkunft betonten auch die Vertreter der Regionalbüros außerhalb Europas die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der Kommission.

Frau Jakab traf sich auch mit dem Europäischen Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik John Dalli sowie dem neu gewählten Vorsitzenden des Ausschusses für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments (ENVI) Matthias Groote.