Gemeinsames Positionspapier der Vereinten Nationen zur Förderung der Roma-Inklusion

Das Papier „Die Rolle der Vereinten Nationen in der Förderung der Roma-Inklusion“ nennt eine Reihe zentraler Bereiche, in denen die Organisationen der Vereinten Nationen signifikant zu dem Bemühen um die Inklusion der Roma und dem Gedeihen ihrer Gruppe beitragen können.

„Obwohl die Vereinten Nationen seit jeher konstruktiv zur Arbeit für die Inklusion der Roma auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene beitragen, so entstehen durch das verstärkte Engagement der europäischen Institutionen für die Roma-Inklusion nun weltweit auch für uns neue Chancen, den Umfang und die Reichweite unseres Einsatzes für die Rechte der Roma und für ihre Inklusion auf allen Ebenen auszuweiten,“ sagte Dr. Piroska Östlin, Leiterin des Gesundheitsprogramms für vulnerable Gruppen und dessen Repräsentantin in der Roma-Arbeitsgruppe der Region.

Zur Verbesserung der Lage der Roma müssen Konzepte entwickelt werden, die alle Aspekte ihrer sozialen Exklusion in einem umfassenden Anti-Diskriminierungs-Ansatz erfassen, hierunter die Bereiche Beschäftigung, Wohnungswesen, Bildung und Gesundheit.

Das Papier wurde von dem regionalen Roma-Arbeitskreis der Entwicklungsgruppe der Vereinten Nationen für Europa und Zentralasien erstellt, dessen Vorsitz das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte führte und der vom Team der Regionaldirektoren der Vereinten Nationen geschaffen wurde.

Organisationen der Vereinten Nationen können die Inklusion der Roma fördern, etwa durch:

  • die Unterstützung der Länder in der Entwicklung und Umsetzung antidiskriminatorischer Rechtsrahmen,
  • die Bereitstellung fachlicher und logistischer Unterstützung für die Länder auf allen staatlichen Ebenen zur Entwicklung von Konzepten der Roma-Inklusion und der Umsetzung nationaler Strategien,
  • die Unterstützung der Anhäufung von Wissen durch Datenerhebungen, Befragungen und andere Untersuchungen sowie Bewusstseinsbildung zur Lage der Roma,
  • Unterstützung des Vorgehens gegen Mehrfachdiskriminierung von Roma-Frauen und -Mädchen durch Unterstützung einschlägiger Bürgerinitiativen,
  • Aufspüren von Möglichkeiten zur Synergie zwischen Organisationen der Vereinten Nationen und regionalen Strukturen.

Das Papier schließt: „Für alle Maßnahmen der Vereinten Nationen in diesem Bereich zentral ist das Bekenntnis zur Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung und zur Befähigung des Roma-Volkes, seiner Frauen und Männer, Jugendlichen und Erwachsenen, in den Gesellschaften, in denen sie leben.“

Dem regionalen Roma-Arbeitskreis gehören Vertreter folgender Organisationen an: der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT), der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), die Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen (UN WOMEN), die Weltbank und die WHO.