Zsuzsanna Jakab, Regionaldirektorin, WHO-Regionalbüro für Europa

WHO/Franz Henriksen

Seit ihrem Amtsantritt als Regionaldirektorin für Europa am 1. Februar 2010 ist Zsuzsanna Jakab mit zahlreichen Partnern und Mitgliedstaaten zusammengetroffen. Dabei wurden deutliche Fortschritte auf dem Weg zu einer gemeinsamen gesundheitspolitischen Agenda für die Europäische Region der WHO erzielt. Ihre Reisen und ihre Tätigkeit bieten Einblicke in die ebenso zahlreichen wie vielfältigen Pflichten einer Regionaldirektorin.

Biografie

Zsuzsanna Jakab trat am 1. Februar 2010 ihr Amt als Regionaldirektorin an. Im Januar 2015 ernannte der Exekutivrat der WHO sie für eine zweite Amtszeit als Regionaldirektorin, die am 1. Februar 2015 begann.  Die gebürtige Ungarin hatte in den vergangenen drei Jahrzehnten auf nationaler und internationaler Ebene eine Reihe herausragender Führungspositionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit inne.

Vor ihrer Wahl zur Regionaldirektorin war Dr. Jakab die Gründungsdirektorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Zwischen 2005 und 2010 baute sie das ECDC zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten aus.

Zwischen 2002 und 2005 war Dr. Jakab Staatssekretärin beim ungarischen Ministerium für Gesundheit, Soziales und Familie, wo sie die Vorbereitungen ihres Landes auf den EU-Beitritt im Bereich des Gesundheitswesens koordinierte. Eine zentrale Rolle spielte sie auch bei den Verhandlungen im Vorfeld der Vierten Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit, die im Juni 2004 in Budapest stattfand.

Zwischen 1991 und 2002 war Zsuzsanna Jakab beim WHO-Regionalbüro für Europa in einer Reihe von höheren Führungspositionen tätig. Als Direktorin der Abteilung Verwaltung und Managementunterstützung war sie für die strategische und betriebliche Planung im Regionalbüro verantwortlich und koordinierte die Arbeit seiner leitenden Organe. Davor war sie in der Abteilung Gesundheitsentwicklung der Länder für externe Beziehungen und strategische Partnerschaften zuständig, also die Koordination der Zusammenarbeit mit den 51 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO sowie mit internationalen Partnern. Während ihrer langjährigen Arbeit für das Regionalbüro war sie außerdem als Direktorin der Abteilung Information, Evidenz und Kommunikation sowie als Koordinatorin des Programms EUROHEALTH tätig.

Die 1951 geborene Regionaldirektorin besitzt einen Doktortitel in Gesundheitswissenschaften von der Universität Debrecen (Ungarn),
ein Master-Diplom der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Eötvös-Lóránd-Universität Budapest, ein Postgraduiertendiplom der Universität für politische Wissenschaften in Budapest, ein Diplom für Gesundheitswissenschaften der Nordic School of Public Health in Göteborg sowie ein Postgraduiertendiplom des ungarischen Instituts für öffentliche Verwaltung und Führung. Ihre Laufbahn begann sie 1975 im ungarischen Ministerium für Gesundheit und Soziales, wo sie für auswärtige Angelegenheiten (und damit auch die Beziehungen zur WHO) zuständig war.