Regionaldirektorin spricht auf Weltgesundheitsgipfel

Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa, sprach in ihrer Rede auf dem Gipfel in Berlin von der Entwicklung einer neuen europäischen Gesundheitspolitik „Gesundheit 2020“ in einem globalen Rahmen.

Sie wies darauf hin, dass der Maßstab für die Bewertung der globalen Gesundheit normalerweise die Bedrohung durch übertragbare Krankheiten sei, dass sich diese Sichtweise aber allmählich ändere. So sei globale Gesundheit auch mit Herausforderungen in den Politikbereichen Handel, Ernährung, Wasserwirtschaft, Umwelt, Finanzen und Energie verknüpft. Frau Jakab sagte wörtlich: „Globale Gesundheit liegt im Schnittbereich zwischen den globalen Handlungsfeldern Sicherheit, ökonomische Entwicklung und soziale Gerechtigkeit, und Gesundheit wird heute zunehmend als strategische Antriebskraft in der Sicherheits-, Außen- und Entwicklungspolitik angesehen.“

Die Regionaldirektorin sprach auch von einer gesundheitlichen Kluft in Europa, nannte die wichtigsten gesundheitspolitischen Herausforderungen für die Region und ging auch auf die Frage ein, wie die Arbeit des Regionalbüros zur Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele beiträgt.