WHO-Regionalbüro für Europa und Globaler Fonds beleben Partnerschaft neu

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Michel Kazatchkine, Exekutivdirektor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, bei seinem Zusammentreffen mit Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, am 14. April 2011. Foto: WHO/Oluf Christoffersen

Trotz Erfolgen bei der Bekämpfung von Malaria und rückläufiger Raten bei der Mutter-Kind-Übertragung von HIV in der Europäischen Region der WHO geben die allgemeinen Raten von HIV und Tuberkulose, insbesondere MDR-Tb, erheblichen Anlass zur Besorgnis.

Am 14. April 2011 traf Michel Kazatchkine, Exekutivdirektor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, mit Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, und Mitarbeitern des Regionalbüros zusammen, um eine Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit zu ziehen und gemeinsame künftige Handlungsfelder zu bestimmen.

Dabei sprach der Exekutivdirektor von einer „Neubelebung der Partnerschaft“ zwischen der WHO und dem Globalen Fonds und zog eine Bilanz der Fortschritte bei der Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria seit der Einrichtung des Globalen Fonds. „Vor fast auf den Tag genau zehn Jahren hat Kofi Annan [der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen] eine „Kriegskasse“ gegen HIV/Aids gefordert. Und sehen Sie, wie weit wir gekommen sind: Seitdem sind Finanzmittel in Höhe von insgesamt 21,7 Mrd. US-$ genehmigt worden, von denen 13 Mrd. verteilt worden sind“, sagte er.

Partnerschaft mit der WHO

Während des Gesprächs erläuterte Michel Kazatchkine seine Vision von einer Partnerschaft mit der WHO und unterstrich, wie wichtig es sei, die politische Stimme und die Sachkompetenz der WHO mit der breiten Basis des Globalen Fonds sowie mit gezielter finanzieller Unterstützung für die Länder zu verbinden. Er erkannte an, dass die Zusammenarbeit in der Europäischen Region der WHO bisher vorbildlich gewesen sei.

Schwerpunktbereiche

Das Regionalbüro und der Globale Fonds streben entschlossen eine endgültige Eliminierung der Malaria in der Europäischen Region an und werden für dieses Ziel zusätzliche Unterstützung mobilisieren.

HIV/Aids und Tuberkulose – und insbesondere die multiresistente Tuberkulose – werden von beiden Organisationen mit Besorgnis beobachtet; deshalb gilt es, die Anstrengungen zur Bekämpfung dieser Krankheiten zu intensivieren. Neben seiner Zustimmung zu gemeinsamen Sofortmaßnahmen gegen die multiresistente Tuberkulose versprach der Globale Fonds auch Unterstützung für den Aktionsplan zur Bekämpfung der multiresistenten Tuberkulose, der derzeit vom Regionalbüro ausgearbeitet wird.

Das Regionalbüro und der Globale Fonds vereinbarten ferner eine Zusammenarbeit im Bereich der Preisgestaltung und Beschaffung von Arzneimitteln gegen Tuberkulose und HIV sowie bei der Unterstützung der Gesundheitssysteme der Länder.

Beide Organisationen waren sich darüber einig, dass für eine weitere Verbesserung der Zusammenarbeit regelmäßige Treffen und institutionalisierte Arbeitsverfahren von entscheidender Bedeutung sind. Frau Jakab lud Herrn Kazatchkine zur 61. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa ein, die im September 2011 in Baku (Aserbaidschan) stattfindet.