Festere Zusammenarbeit zwischen WHO/Europa und dem Globalen Fonds

Tofik Babayev

Heute, am ersten Tag der einundsechzigsten Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa, nahmen WHO/Europa und der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria einen Notenwechsel vor und leiteten einen gemeinsamen Operationsplan für  2011/2012 ein.  

“Angesichts der komplexen Herausforderungen, vor denen die Europäische Region im Gesundheitsbereich steht, muss sich die Zusammenarbeit zwischen WHO/Europa und dem Globalen Fonds strategischer gestalten. Wir sind entschlossen, unsere Beziehungen zu stärken und den Ländern weiterhin beim Zugriff auf Zuschüsse und der bestmöglichen Ressourcennutzung behilflich zu sein,” sagte Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa.

Der gemeinsame Operationsplan für 2011/2012 verfolgt drei zentrale Ziele, nämlich 

  • Mechanismen zur regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Fonds, WHO/Europa und den Länderbüros zu entwickeln;
  • durch intensivierte fachliche Unterstützung, Aufsicht und die wirksame und wirtschaftliche Durchführung vom Globalen Fonds unterstützter Krankheitsprogramme zur Erzielung besserer Gesundheitsergebnisse auf Länderebene beizutragen und  
  • mit Hilfe fundierter fachlicher Zusammenarbeit und der Integration eines auf die Stärkung der Gesundheitssysteme ausgerichteten Ansatzes in bestehende und künftige Programme auf Länderebene die Wirkung der von dem Globalen Fonds bereitgestellten Finanzmittel im Hinblick auf die gesundheitsbezogenen Millenniums-Entwicklungsziele zu optimieren.

Am Sonntag kamen Minister aus Ländern mit hoher Tuberkuloseprävalenz, Experten der WHO/Europa und Michel D. Kazatchkine, der Exekutivdirektor des Globalen Fonds, zusammen, um darüber zu sprechen, was bei der Prävention und Behandlung von medikamentenresistenter Tuberkulose in Hochprävalenzländern im Hinblick auf Lenkung, Finanzierung und Umsetzung geleistet worden ist und noch zu leisten ist. Trotz aller Herausforderungen, so erklärten die Minister, seien  nationale Programme zur Bekämpfung multiresistenter Tuberkulose eingeführt worden und sei man sich der Wichtigkeit einer kostenlosen Diagnose und Behandlung bewusst, die auf besonders gefährdete Gruppen wie Personen, die Drogen injizieren, Obdachlose, Häftlinge, Sexarbeiter, HIV/Aids-Infizierte und in manchen Fällen Migranten abstellt.

Aktionspläne zur Bekämpfung von HIV/Aids wie auch Tuberkulose in den 53 Ländern er Europäischen Region der WHO werden im Laufe dieser Woche auf der einundsechzigsten Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa in Baku (Aserbaidschan) erörtert.