Regionaldirektorin äußert sich zu Fortschritten und Hindernissen in der HIV/Aids-Arbeit

WHO

Von links: Igor Ivanovich Shuvalov (Erster Stellvertretender Premierminister der Russischen Föderation), Michel Sidibé (Exekutivdirektor des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS)) und Zsuzsanna Jakab (WHO-Regionaldirektorin für Europa) vor Journalisten während einer Aids-Konferenz in Moskau im Mai 2014

Die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab sprach zu Teilnehmern der 4. Konferenz über HIV/Aids in Osteuropa und Zentralasien (EECAAC), die am 12. und 13. Mai 2014 in Moskau stattfand. Zu ihnen zählten Vertreter nationaler Behörden, Experten, Wissenschaftler, Bürgerrechtler, Betroffene sowie Vertreter der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen, die in Osteuropa und Zentralasien aktiv sind.

Zu Beginn ihrer Rede bewertete die Regionaldirektorin Fortschritte in der Umsetzung des Europäischen Aktionsplans HIV/Aids (2012–2015), der 2011 von den 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO gebilligt worden sei.

Zu den vielen Erfolgen rechnete sie Fortschritte in der Eliminierung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind und die ausgedehnte HIV-Behandlung in der Region (2012 Behandlungen für nur 23% der Bedürftigen gegenüber immerhin 35% im Jahr 2012). Für die Länder mit niedrigen und mittleren Volkseinkommen im Osten der Region bedeutet dies, dass ca. 70 000 Personen zusätzlich Zugang zu HIV-Behandlung haben.

Die Regionaldirektorin sprach allerdings auch die verbleibenden Herausforderungen an und äußerte sich besorgt über die Zunahme der HIV/Aids-Fälle und Sterbefälle in der Region. Sie fordert unmittelbare und beschleunigte Maßnahmen unter Beteiligung aller Akteure. Als Maßnahme der HIV-Prävention und zwecks Eindämmung der Epidemie wünschte sie sich von Ländern, dass diese evidenzbasierte Konzepte befolgen sollten, wie sie der Europäische Aktionsplan definiere, und dabei besonderen Nachdruck auf Schadensminderung und einer Ausweitung der Behandlungen sowie des Zugangs zu Leistungen legen.

Sie schloss mit einem Dank an die Russische Föderation und die Organisatoren der Konferenz, die sich mit der Ausrichtung dieser für die Region so wichtigen Veranstaltung besonders hervorgetan hätten.