WHO erhält Auszeichnung Turkmenistans für gesundheitspolitische Zusammenarbeit

Ministry of Health, Turkmenistan

WHO Regional Director for Europe, Dr Zsuzsanna Jakab, receives the "Bitaraplyk" Order of Turkmenistan from President Gurbanguly Berdimuhamedov.

Das Regionalbüro für Europa und das Hauptbüro der Weltgesundheitsorganisation erhielten heute den Bitaraplyk-Orden der turkmenischen Regierung als Anerkennung für die Zusammenarbeit in der Gesundheitspolitik in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Präsident Gurbanguly Berdimuhamedov überreichte die Auszeichnungen in Anwesenheit hochrangiger ministerieller Delegationen während eines internationalen Gesundheitsforums in Aschgabat.

Das heute eröffnete zweitägige Forum wird vom turkmenischen Gesundheitsministerium anlässlich des 20. Jahrestages der Verkündung eines staatlichen Gesundheitsprogramms veranstaltet. Ebenfalls anwesend waren der Stellvertretende Premierminister Sapardurdy Toyliyev und der Minister für Gesundheitswesen und Medizinalindustrie Nurmuhammet. 

Investitionen in gesundheitliche Entwicklung zahlen sich aus

In ihrer Dankesrede betonte WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan den Wert der Zusammenarbeit für Gesundheit und Entwicklung als Grundlage eines fruchtbaren Austausches von Gedanken und Erfahrungen sowie Technologien und Perspektiven und der Begegnung zwischen den Menschen. Sie hob Erfolge im Hinblick auf die gesundheitsbezogenen Millenniums-Entwicklungsziele hervor. „Die Dynamik, die zu diesen Erfolgen geführt hat, ist ungebrochen. Das zeigt uns deutlich, dass Investitionen in die gesundheitliche Entwicklung sich lohnen", fuhr sie fort.

WHO-Regionaldirektorin für Europa Dr. Zsuzsanna Jakab nahm die Auszeichnung im Namen des Regionalbüros entgegen und wies in ihrer Ansprache auf die signifikanten Erfolge hin, die Turkmenistan in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die öffentliche Gesundheit erzielt habe in Form von: 

  • einer höheren Lebenserwartung;
  • eines wesentlichen Rückgangs der Sterblichkeit infolge von Infektions- und Atemwegserkrankungen;
  • eines erheblichen Rückgangs der Sterblichkeit von Müttern sowie Kindern bis zum Alter von 15 Jahren; 
  • der Eradikation der Poliomyelitis, Malaria und Drakunkulose.

Turkmenistan hat zahlreiche gesundheitsstrategische Interventionen durchgeführt wie etwa die Jodierung des Speisesalzes sowie Maßnahmen der staatlichen Arzneimittelpolitik und Gesundheitsförderung. Derzeit erstellt es eine neue nationale Gesundheitsstrategie nach Prinzipien und Prioritäten aus „Gesundheit 2020", dem gesundheitspolitischen Rahmenkonzept der Europäischen Region.

Dr. Jakab würdigte die stetige Zusammenarbeit des Landes mit der WHO und seine gesundheitspolitische Führungskompetenz, die zu beachtlichen Erfolgen geführt habe. „Turkmenistan sollte hierauf aufbauen und neuen Herausforderungen für die Gesundheitspolitik auf internationaler und nationaler Ebene im Rahmen seines neuen auf zehn Jahre angelegten Gesundheitsprogramms entgegentreten", fügte sie hinzu.

Gesamtstaatlicher Ansatz im Fokus

Die Delegierten aus Gesundheitsministerien und anderen Ressorts der Mitgliedstaaten in der Europäischen Region und darüber hinaus erörtern in dem Forum gesundheitspolitische Erfolge ebenso wie drängende Fragen.

Die Tagung soll ein Beitrag zum globalen gesundheitspolitischen Diskurs sein und auch Armutsbekämpfung durch gesamtstaatliches Vorgehen fördern. Den Delegierten liegen konkrete Beispiele vor, wie europäische Regierungen im Einklang mit „Gesundheit 2020" die Gesundheit der Bevölkerung zu einer hohen Priorität ihrer Gesellschafts-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik gemacht haben.

Die Erörterungen sind fünf Hauptthemen gewidmet: mehr Gesundheit für alle, Fortschritte in der Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten, Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele und Perspektiven für die Zeit nach 2015, Außenpolitik und Neutralität sowie gesamtstaatliches Handeln.