Regionaldirektorin besucht Israel zu Gesprächen über künftige Kooperation

Ministry of Health of Israel

WHO-Regionaldirektorin für Europa Dr. Zsuzsanna Jakab am 7. März 2017 im Gespräch mit dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin

WHO-Regionaldirektorin für Europa Dr. Zsuzsanna Jakab besuchte vom 6. bis 8. März 2017 Israel zu Gesprächen über ein breites Spektrum von Gesundheitsthemen. Dabei traf sie auf hochrangige Vertreter der israelischen Seite: auf Staatspräsident Reuven Rivlin und Gesundheitsminister Rabbi Yakov Litzman, ferner aus dem Gesundheitsministerium auf den Generaldirektor Moshe Bar Siman Tov und die Stellvertretende Generaldirektorin Einav Shimron mit Zuständigkeit für Informationen und internationale Beziehungen, sowie auf Umweltminister Zeev Elkin und den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses der Knesset Eli Alaluf.

Die Regionaldirektorin sagte, es sei ihr eine Ehre, Israel besuchen zu dürfen, und sie bedankte sich beim Gesundheitsminister für die Einladung. Sie drückte zudem Hochachtung und Wertschätzung für das Gesundheitssystem Israels aus, das auf den Werten Chancengleichheit, Solidarität, Bedarfsgerechtigkeit und Transparenz aufbaue, und stellte fest, dass die Beseitigung gesundheitlicher Ungleichheiten auf der politischen Tagesordnung Israels weit oben angesiedelt sei.

In ihren Gesprächen ging es um Israels Unterstützung für die Europäische Region der WHO in Bezug auf Bereitschaftsplanung und Gegenmaßnahmen im Katastrophenfall, nichtübertragbare Krankheiten, Ernährung und Lebensmittelsicherheit sowie Umwelt und Gesundheit. Das Konzept der allgemeinen Gesundheitsversorgung wurde ebenfalls erörtert und als ein Zwischenziel wurde ein Abbau der Zuzahlungen auf höchstens 15% der Gesamtausgaben für Gesundheit genannt.

Länderbüro der WHO in Israel angeregt

Die Regionaldirektorin unterstützte die Schaffung eines Länderbüros unter internationaler Leitung in Tel Aviv, weil so eine große Chance zur Erweiterung der Zusammenarbeit zwischen der WHO und Israel entstünde. Außerdem erörterte Dr. Jakab die Möglichkeit, zusätzlich zu den zwei bestehenden Kooperationszentren ein weiteres zu schaffen.

Während der Gespräche berichteten israelische Beamte über die Unterstützung, die ihr Land den durch den Bürgerkrieg in der Arabischen Republik Syrien verwundeten oder erkrankten Menschen zukommen ließ. Die Regionaldirektorin lobte diesen Einsatz, dankte der israelischen Regierung für die kontinuierliche Unterstützung der Nothilfeleistungen durch die WHO, gratulierte Israel zu seiner Führungsarbeit in diesem Bereich und überbrachte die höchste Anerkennung für das Feldlazarett der israelischen Armee durch die Generaldirektorin der WHO Dr. Margaret Chan. Das Feldlazarett bot an, im Rahmen des regionalen Kapazitätsaufbaus einen Workshop zur Weitergabe von Kenntnissen in der Notfallmedizin auszurichten.

Abschließend bat die Regionaldirektorin den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses der Knesset, das Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als Grundlage seiner Arbeit zu nutzen. Sie selbst plant, 2018 einer Ausschusssitzung beizuwohnen.