2018: Wichtige Meilensteine und Ereignisse für die Europäische Region der WHO im kommenden Jahr

2018 dürfte ein arbeitsreiches und spannendes Jahr für die Europäische Region der WHO werden. Das WHO-Regionalbüro für Europa wird sich weiterhin gezielt mit der Umsetzung des Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020“ und der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) befassen und Impulse für die Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung setzen. Die mit diesen übergreifenden Rahmenkonzepten verbundenen Bemühungen werden verdeutlichen, welche Länderarbeit das Regionalbüro leistet und wie sie sich auf Länderebene auswirkt. Fortgesetzt wird auch die Arbeit an spezifischen Gesundheitsthemen, deren Palette von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten bis zur Stärkung der Gesundheitssysteme und zur Bereitstellung besserer Erkenntnisse für die Gesundheit reicht.

Zudem erreicht die Europäische Region der WHO 2018 bedeutende Etappenziele, und ihre Länder werden zu einer Reihe wichtiger Veranstaltungen zusammenkommen. Die nachstehende Aufstellung bietet einen ersten Überblick über einige der wichtigsten Ereignisse zum Thema Gesundheit in der Region in den nächsten 12 Monaten.

Die WHO wird 70: In diesem Jahr kann die Weltgesundheitsorganisation auf ihr 70-jähriges Bestehen zurückblicken. Um die Gründung der WHO zu würdigen, wird jährlich am 7. April der Weltgesundheitstag begangen. 2018 soll an diesem Jubiläum eine breite ganzjährige und über 2018 hinaus andauernde Kampagne zur allgemeinen Gesundheitsversorgung anlaufen.

30-jähriges Bestehen des Gesunde-Städte-Netzwerks der Europäischen Region der WHO: Das Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO besteht aus knapp 100 Städten und Gemeinden in 30 Ländern, die sich der Gesundheit und einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet fühlen. Der 30. Jahrestag des Netzwerks wird sowohl auf der Tagung der Bürgermeister in Kopenhagen (12. und 13. Februar) als auch auf der Internationalen Konferenz des Gesunde-Städte-Netzwerks (1. bis 4. Oktober in Belfast) gewürdigt.

Hochrangige Tagung über die Beschleunigung der Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) und die Stärkung der Vorsorge- und Gegenmaßnahmen in Bezug auf Notlagen: Vom 13. bis 15. Februar 2018 werden in München über 150 hochrangige Verantwortliche im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der Europäischen Region der WHO zu einer Tagung zusammentreffen, um strategische Lösungsansätze für die Europäische Region zur Stärkung von Vorsorge- und Gegenmaßnahmen in Bezug auf gesundheitliche Notlagen festzulegen. Ziel der Tagung ist es, neue Herausforderungen anzugehen, um in der Europäischen Region und in der gesamten Welt die Sicherheit aufrechtzuerhalten, und einen Beitrag zur Ausarbeitung eines Aktionsplans der WHO für die Verbesserung von Vorsorge- und Bewältigungsmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu leisten. Der Aktionsplan für die Europäische Region wird den Mitgliedstaaten auf der 68. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa im September 2018 vorgelegt.

Ministertagung des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks zum Thema Immunisierung: Am 20. Februar halten das Gesundheitsministerium Montenegros und das WHO-Regionalbüro eine Tagung für die Minister der Länder des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks ab, um die Bedeutung von Impfmaßnahmen als wesentlichen Interventionen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und die mit der Immunisierung verbundenen Herausforderungen und Chancen in der Region zu erörtern. Die anwesenden Minister werden dazu aufgefordert, einer Absichtserklärung zuzustimmen, und es wird mit der Erstellung eines Fahrplans für die Region mit konkreten strategischen Zielen und Vorgaben zur Verbesserung der Wirkung der nationalen Impfprogramme in den kommenden Jahren begonnen.

Hochrangige Tagung der Europäischen Region über die Reaktion der Gesundheitssysteme auf nichtübertragbare Krankheiten: Diese Tagung, die vom 16. bis 18. April 2018 in Sitges (Provinz Barcelona, Spanien) stattfindet, soll politischen Entscheidungsträgern als Forum für den zwischenstaatlichen Erfahrungsaustausch über die Stärkung von Gesundheitssystemen zur Verbesserung der Resultate im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten dienen und zu Maßnahmen anregen, die eine beschleunigte Umgestaltung der Gesundheitssysteme mit dem Ziel der Senkung der durch nichtübertragbare Krankheiten bedingten vorzeitigen Mortalität bewirken. Die Schlussfolgerungen der Tagung sollen in die Berichterstattung an die 2018 stattfindende Tagung der Vereinten Nationen auf hoher Ebene über nichtübertragbare Krankheiten einfließen und werden auch dem Regionalkomitee für Europa auf seiner 68. Tagung vorgelegt.

Tagung des Netzwerks Regionen für Gesundheit: Die Mitglieder des Netzwerks Regionen für Gesundheit der WHO, die miteinander und mit der WHO darauf hinarbeiten, „Gesundheit 2020“ und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in ihren jeweiligen Bereichen umzusetzen, werden am 11. und 12. Juni gemeinsam in Göteborg tagen.

Zehn Jahre Charta von Tallinn: 2008 verabschiedeten die Ländern der Region und eine Reihe von internationalen Partnern die Charta von Tallinn: Gesundheitssysteme für Gesundheit und Wohlstand. Sie dient als Orientierungshilfe und strategischer Handlungsrahmen für die Stärkung der Gesundheitssysteme in der gesamten Europäischen Region. Am 13. und 14. Juni werden die Länder erneut in Tallinn zusammentreffen, um den 10. Jahrestag zu begehen, die Fortschritte der letzten zehn Jahre zu bewerten und das weitere Vorgehen zur Stärkung der Gesundheitssysteme zu erörtern.

Tagung der Initiative kleiner Länder: Die Zielsetzung der von der WHO eingerichteten Initiative kleiner Länder besteht darin, Ländern der Europäischen Region mit einer Bevölkerung von weniger als einer Million einen Wissensaustausch in Bezug auf die Umsetzung von „Gesundheit 2020“ und Agenda 2030 zu ermöglichen. Am 26. und 27. Juni 2018 werden die acht Mitglieder der Initiative in Island zusammentreffen und sich konkret mit der bereichsübergreifenden Arbeit und der Verfolgung eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden befassen. Die fachlichen Themen auf Tagesordnung beruhen sämtlich auf den SDG. Ein Themenschwerpunkt lautet Gesundheit und Umwelt.

Veranstaltung des WHO-Regionalbüro für Europa während der 22. Internationalen Aids-Konferenz: Zur weltweiten Aids-Konferenz im Juli 2018 in Amsterdam werden 15 000 Teilnehmer erwartet, darunter Politiker, Wissenschaftler, Vertreter von Königshäusern, Prominente, Journalisten und Mitglieder der Zivilgesellschaft. Die Veranstaltung wird eine wichtige Gelegenheit dafür bieten, dem Thema HIV weiterhin einen hohen Stellenwert auf der Agenda der politischen Entscheidungsträger in der Europäischen Region zu verschaffen. Parallel zur Konferenz leitet das WHO-Regionalbüro für Europa eine Veranstaltung, in deren Mittelpunkt die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und die Stärkung des politischen Willens zur Bekämpfung der HIV-Epidemie in der Region stehen wird.

68. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa: Das leitende Organ der Region wird vom 17. bis 20. September in Rom zusammentreten, um gemeinsame Maßnahmen in Bezug auf Gesundheitsthemen zu erörtern und zu beschließen, die von der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Männern über finanziellen Schutz in der Region und Vorsorge- und Bewältigungsmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit bis hin zur strategischen Rolle der WHO-Länderbüros reichen. Die Beschlüsse des Regionalkomitees fließen in Politikkonzepte ein, die einen Großteil der Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit steuern.

Begehung des 40. Jahrestages der Erklärung von Alma-Ata: Auf der Internationalen Konferenz über primäre Gesundheitsversorgung, die 1978 in Alma-Ata (heute Almaty, Kasachstan) stattfand, unterzeichneten die Mitgliedstaaten die Erklärung von Alma-Ata, in der sie die Notwendigkeit dringender Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit aller Menschen bekundeten. 40 Jahre später werden die Länder erneut in Almaty zusammenkommen, um diesen Meilenstein zu begehen und den Bedarf an weiteren Anstrengungen zur Unterstützung und Stärkung der primären Gesundheitsversorgung zu thematisieren.

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