Gesundheitsreform auf der Tagesordnung des Besuchs der Regionaldirektorin in Usbekistan

WHO

Von links: Aziz Abdukhakimov, Stellvertretender Premierminister von Usbekistan, Abdujabar Abduvakhitov, Berater des Präsidenten für Jugendfragen, Wissenschaft, Bildung, Gesundheit und Sport, Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, und Dr. Alisher Shadmanov, Gesundheitsminister von Usbekistan, im Rahmen der Konferenz zum Thema „Gesundheitsreform in Usbekistan vor dem Hintergrund der Ziele für nachhaltige Entwicklung“.

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, stattete Usbekistan vom 18. bis 21. November 2018 einen offiziellen Besuch ab. Im Rahmen ihrer Teilnahme an der hochrangigen nationalen ressortübergreifenden Konferenz zum Thema „Gesundheitsreform in Usbekistan vor dem Hintergrund der Ziele für nachhaltige Entwicklung“ am 20. November wurde ein neues „Konzept für die Entwicklung des Gesundheitswesens“ eingeführt. Dieses ist ein ambitionierter langfristiger strategischer Plan, mit dem umfassende nationale Gesundheitsreformen vorangetrieben und die gesundheitsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung bis zum Jahr 2030 verwirklicht werden sollen.

„Das neue Konzept baut auf einer der zentralen Verpflichtungen der Ziele für nachhaltige Entwicklung auf: der Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung für alle Menschen. Dies gibt uns berechtigten Grund für Optimismus. Sofern das Land diese Verpflichtung in konkrete Ergebnisse umsetzt, sind enorme Fortschritte für die usbekische Bevölkerung möglich“, betonte Dr. Jakab. „Wir fordern die Regierung eindringlich auf, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um gesundheitliche Chancengleichheit, ressortübergreifende Zusammenarbeit und eine aktive Beteiligung der Bevölkerung zu stärken. Die WHO ist fest entschlossen, Usbekistan bei diesen Bemühungen zu unterstützen.“

An der Konferenz nahmen hochrangige Vertreter verschiedener Ressorts (Gesundheit, Bildung, Finanzen) sowie Vertreter der Zivilgesellschaft, von Organisationen der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen teil, um die Umsetzung der Reform zu erörtern. Dabei standen die Entwicklung der primären Gesundheitsversorgung, Gesundheitsfinanzierung und die Stärkung der Politiksteuerung zugunsten von Gesundheit und Wohlbefinden auf ressortübergreifender Ebene im Mittelpunkt.

Darüber hinaus trafen sich Dr. Jakab und die Delegation aus WHO-Experten mit hochrangigen Regierungsvertretern: dem Premierminister Abdulla Aripov, dem Berater des Präsidenten für Jugendfragen, Wissenschaft, Bildung, Gesundheit und Sport Abdujabar Abduvakhitov, dem Stellvertretenden Premierminister und Finanzminister Djamshid Kuchkarov sowie dem Gesundheitsminister Dr. Alisher Shadmanov. Gegenstand ihrer Gespräche waren eine Reihe von Themen wie etwa Gesundheitsinformationssysteme, ein nationales Influenzazentrum, die Internationalen Gesundheitsvorschriften, Argumente für Investitionen in die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten, die Bedeutung des nationalen Regulierungssystems für Pharmazeutika sowie die weitere Zusammenarbeit mit der WHO.