Grundsatzdialog zur Umsetzung der Agenda 2030 während des Besuchs der Regionaldirektorin in Rumänien

Presidential Administration of Romania

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, stattete Rumänien auf Einladung seiner Exzellenz dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis am 30. und 31. Mai einen offiziellen Besuch ab

„Letztlich ist Gesundheit eine Frage des politischen Willens, ebenso wie gemeinsame Bemühungen zur Erreichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung eine Frage des Willens sind“, sagte Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa bei der Eröffnung eines Grundsatzdialogs über die Gewährleistung eines gesunden Lebens für alle Menschen jeden Alters und die Förderung ihres Wohlergehens, der Ende Mai im Schloss Cotroceni, dem Amtssitz des rumänischen Präsidenten in Bukarest, stattfand.

Rumänien sieht sich einer Reihe beträchtlicher Herausforderungen im Bereich Gesundheit gegenüber: So liegt etwa die Lebenserwartung bei Geburt in Rumänien fünf Jahre unter dem Durchschnitt der Europäischen Union; die WHO prognostiziert, dass 23% der Rumänen bis zum Jahr 2025 Raucher sein könnten; und jedes Jahr sterben 23 000 Menschen vorzeitig aufgrund von Luftverschmutzung. Angesichts dieser Herausforderungen betonte Dr. Jakab, dass „unser Erfolg im Wesentlichen davon [abhängt], dass wir uns die Agenda 2030 zu eigen machen und sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird“. Die Regionaldirektorin erläuterte, dass zur Erreichung dieses Ziels die Lebensbedingungen der Menschen verbessert und Bemühungen auf die gefährdetsten Menschen ausgerichtet werden müssten.

Dr. Jakab verwies zudem auf einige der vielen positiven von Rumänien ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit, wie etwa die Umsetzung des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs; die Ausweitung der Anstrengungen im Impfwesen, insbesondere angesichts großflächiger Masernausbrüche; und die nachdrücklichen Anstrengungen zur Bekämpfung der Tuberkulose, einschließlich Gesetzesänderungen, um die Beschaffung von Arzneimitteln gegen multiresistente und extensiv resistente Tuberkulose zu ermöglichen, die von der WHO präqualifiziert wurden.

Abschließend hob Dr. Jakab hervor, dass die Kontrolle und Bewertung der Wirksamkeit von Gesundheitswesen und Handlungskonzepten in allen Ländern gestärkt werden müssten, um eine geregelte Rechenschaftslegung in Verbindung mit der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) sicherzustellen.

Dieser Punkt wurde auch von seiner Exzellenz dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis wiederholt, der in seiner Ansprache darauf hinwies, dass die Herausforderungen von Tuberkulose, Hepatitis, Impfraten und Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung in Rumänien klare Handlungskonzepte, Umsetzung und Kontrolle erfordern. Der Präsident beendete seine Ansprache mit dem Hinweis darauf, dass „Gesundheit für jede Regierung eine Priorität darstellen“ sollte.

Rumänien ist fest entschlossen, die gesundheitsbezogenen Zielvorgaben der SDG hinsichtlich Infektionskrankheiten, Impfungen und der Stärkung der Gesundheitssysteme auf dem Weg zu einer allgemeinen Gesundheitsversorgung umzusetzen. Thema der nachfolgenden Diskussionen waren die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften, die Rolle des gesamten Staates und sämtlicher Ressorts bei der Erreichung der SDG und die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen. Der Grundsatzdialog bildete eine gute Grundlage für die weitere Arbeit und die WHO ist bereit, Rumänien bei seinen Bemühungen zu unterstützen, die Agenda 2030 umzusetzen und sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird.

Zudem bot der Amtsbesuch am 30. und 31. Mai 2018 Dr. Jakab Gelegenheit, mit Viorel Stefan, dem rumänischen Vize-Premierminister, und Dr. Sorina Pintea, der rumänischen Gesundheitsministerin, gesundheitsbezogene Themen zu besprechen. Beide dankten der Regionaldirektorin für ihre Unterstützung und hoben die Bedeutung der Partnerschaft mit der WHO für die Erreichung der Gesundheitsziele in Rumänien hervor.

Verleihung der Ehrendoktorwürde Doctor Honoris Cause an die Regionaldirektorin

In einer Zeremonie während ihres Besuchs wurde Dr. Zsuzsanna Jakab von der Carol Davila Universität für Medizin und Pharmazie die Ehrendoktorwürde Doctor Honoris Causa verliehen. Nachdem sie von Dekan und Universitätsvorstand Prof. Ioanel Sinescu die Ehrendoktorwürde entgegengenommen hatte, lobte Dr. Jakab die Arbeit der Universität im Rahmen der hochwertigen medizinischen Ausbildung und an der Spitze der medizinischen Forschung in Rumänien.