Die Verringerung des Alkoholkonsums, personelle Ressourcen im Gesundheitswesen und Arzneimittelpolitik auf der Tagesordnung eines Treffens von Dr. Östlin mit dem tschechischen Ministerpräsidenten und den Gesundheitsministern der Visegrád-Staaten

Ministry of Health, Czechia

Dr. Piroska Östlin, kommissarische WHO-Regionaldirektorin für Europa, traf sich in Prag mit dem tschechischen Ministerpräsidenten, Andrej Babiš, und dem Gesundheitsminister Tschechiens, Adam Vojtěch, um die Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung von Handlungskonzepten zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums zu erörtern. Während ihres Besuchs nahm Dr. Östlin zudem an der Ministertagung der vier Visegrád-Staaten (V4) teil, bei der personelle Ressourcen im Gesundheitswesen, die Arzneimittelpolitik und die zukünftige Zusammenarbeit auf der Tagesordnung standen.

Tschechien verzeichnet eine der höchsten Raten von Alkoholkonsum weltweit, und Schätzungen zufolge sterben mehr als 6000 Menschen jährlich an alkoholbedingten Ursachen. Die WHO bietet der tschechischen Regierung nachhaltige Konzepte und evidenzbasierte Unterstützung bei deren Bemühungen um eine Erhöhung der Alkoholsteuer und die Einführung von Beschränkungen in Bezug auf entsprechende Werbung und Vermarktung sowie anderen Maßnahmen.

Auf der Ministertagung der V4 (Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) wurde die Zusammenarbeit mit dem WHO-Regionalbüro für Europa im Gesundheitsbereich als positiv bewertet und die Minister brachten ein starkes Interesse an der Fortsetzung der Arbeit mit der WHO zum Ausdruck.

Die hochrangigen Delegationen erörterten gemeinsame Strategien und die Zusammenarbeit in Bezug auf Arzneimittel sowie die gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Gesundheitspersonal.

Dr. Östlin dankte Herrn Vojtěch für die Diskussionen und hob das Engagement der WHO zur Förderung von Gesundheitsthemen durch die Zusammenarbeit mit den Visegrád-Staaten hervor. Sie fügte hinzu, dass das WHO-Regionalbüro für Europa der Tagung der V4 zum Thema Umwelt und Gesundheit im Frühjahr 2020 bereits freudig entgegensehe, die auch ein Planungstreffen der vier Mitgliedstaaten und der WHO umfassen werde.

Diese Tagung war bereits die dritte ihrer Art, bei der die WHO und die V4 die Zusammenarbeit in Gesundheitsfragen erörterten, und sie folgte in kurzem zeitlichen Abstand auf die fachlichen Beiträge der WHO im September und Oktober auf Bitte der tschechischen Präsidentschaft der V4. Hierbei ging es im Rahmen einer Tagung im September um personelle Ressourcen im Gesundheitswesen und im Rahmen einer weiteren Tagung im Oktober um die Internationale Klassifikation der Krankheiten.

Die Zusammenarbeit im Bereich personelle Ressourcen im Gesundheitswesen umfasst auch das Europäische Zentrum der WHO für primäre Gesundheitsversorgung in Almaty. Diese Zusammenarbeit hat wichtige Arbeit hinsichtlich der Rolle von Pflegepersonal bei der Stärkung der primären Gesundheitsversorgung ermöglicht und ist besonders wichtig im Hinblick auf Aktivitäten während des bevorstehenden Jahres der Pflegekräfte und Hebammen im Jahr 2020.

Die Zusammenarbeit mit Subregionen und Ländern ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des WHO-Regionalbüros für Europa. Durch sie wird u. a. sichergestellt, dass das Allgemeine Arbeitsprogramm (GPW 13) mit einem Bekenntnis zur Verwirklichung von Gesundheit für alle umgesetzt wird.

Das WHO-Regionalbüro für Europa arbeitet auch mit anderen subregionalen Organisationen und Rahmen zusammen, etwa dem Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerk, dem Baltischen Grundsatzdialog und der Initiative kleiner Länder, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren und Wissen über die Umsetzung von gesundheitspolitischen Konzepten auszutauschen.