Ehemaliger Regionaldirektor Dr. Jo E. Asvall gestorben

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Das Regionalbüro teilt voll Trauer mit, dass Dr. Jo Eirik Asvall, der von 1985 bis 2000 hier als Regionaldirektor tätig war, am 10. Februar 2010 verstorben ist.

Einträge in das Kondolenzbuch für Dr. Asvall können per Email an condolences@euro.who.int vorgenommen werden.

Jo E. Asvall wurde 1931 in Norwegen geboren und schloss 1956 sein Medizinstudium ab. Zwei Jahre später bewarb er sich erstmals bei der WHO und zählte zum Kreis von zehn Personen, die 1959 für Malariaeradikationskurse in Lateinamerika ausgewählt wurden. Dr. Asvall arbeitete in Ecuador, Jamaika und Mexiko, bevor er nach Westafrika ging, wo er Leiter des Malariateams der WHO für Benin, Kamerun und Togo war.

Bei seiner Rückkehr nach Norwegen im Jahr 1963 arbeitete er für ein Krankenhaus und befasste sich anschließend zunehmend mit klinischem Management und Krankenhausverwaltung. 1973 wurde er Leiter der Krankenhausabteilung im norwegischen Sozialministerium und hatte entscheidenden Anteil an der Formulierung einer neuen norwegischen Gesundheitspolitik, die 1975 umgesetzt wurde. Ein Jahr später nahm er als Delegierter an der Weltgesundheitsversammlung teil. Anschließend kam er zum WHO-Regionalbüro für Europa, wo er bis zu seiner Ernennung zum Leiter der Programmplanung im Jahr 1979 als Fachreferent für Landesgesundheitsplanung tätig war.

Von 1985 bis 2000 stand Dr. Asvall als Regionaldirektor an der Spitze des Regionalbüros. In dieser Zeit unterstützte er die Strategie Gesundheit für alle in der Region und setzte sich für ihre Umsetzung ein. Die Strategie rief zu einer grundlegenden Änderung der Gesundheitspolitik in den Ländern auf und konzentrierte sich dabei auf vier vordringliche Themenbereiche: Lebensweisen, umweltbedingte Gesundheitsrisiken, Neuausrichtung der Gesundheitssysteme und die erforderliche politische, strukturelle, technologische, personelle und sonstige Unterstützung zum Erreichten der gewünschten Änderungen in den ersten drei Bereichen.

Nach seiner Pensionierung engagierte Dr. Asvall sich weiter und richtete noch im Januar 2010 am Regionalbüro ein letztes Mal das Wort an die Öffentlichkeit.

„Die WHO bedeutete für ihn sein Leben, sein Streben, seine Welt. Er war ein echter Vordenker für Gesundheitspolitik und Gesundheitswesen in der Region. Wir verdanken ihm sehr viel“, sagte die jetzige WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab.

Dr. Asvall hinterlässt Ehefrau Kirsten Staehr Johansen.