Weltgesundheitstag 2016: Leben mit Diabetes, Vorbild für andere sein

Prenez soin de votre santé en faisant de l’exercice et en surveillant de près votre alimentation .

explique Idriz Ethemi, qui est atteint du diabète de type 2 depuis plus de 10 ans.

Am 7. April 2016 begeht die WHO den Weltgesundheitstag mit dem Themenschwerpunkt „Diabetes bewältigen". In der Europäischen Region der WHO leben nach Schätzungen 64 Millionen Menschen mit Diabetes. Hier ist die Geschichte einer dieser Menschen.

Für Idriz Ethemi ist die Typ-2-Diabetes alltäglich geworden und er hat sie als „normal" und handhabbar akzeptiert. Das hat er nicht immer so gesehen. Herr Ethemi ist 56 Jahre alt und ein in Peja (Kosovo, gemäß Resolution des VN-Sicherheitsrates 1244 (1999)) tätiger Ökonom. Die Diagnose der Diabetes erfolgte 2003 kurz nach einem Herzinfarkt und anschließender By-Pass-Operation. Er hatte zwar Frühsymptome der Diabetes wie extreme Müdigkeit und konstanten Durst bemerkt, doch fiel es ihm schwer, die Nachricht einer weiteren Erkrankung zu verkraften.

Dank seiner Frau und seiner vier Töchter gelang es ihm jedoch schrittweise, den Befund zu akzeptieren. In seinem Freundeskreis gab es bereits andere, die mit der Krankheit lebten und die ihn überzeugten, dass Diabetes mit der richtigen Behandlungsstrategie erfolgreich in den Griff zu kommen ist, wenn die Lebensweise etwas geändert wird. Auch Sprechstunden mit Ärzten und Gesundheitspersonal halfen ihm, seine Ängste zu überwinden und sich auch als Person mit Diabetes als „normal" zu empfinden.

Nach Diabetesbefund Änderung der Lebensweise

Eine der ersten Maßnahmen, die Herr Ethemi nach dem Herzinfarkt ergriff, war es nicht mehr zu rauchen. Als er dies 2003 tat, hatte er schon fast 30 Jahre hindurch geraucht. Dies war jedoch nicht die einzige Umstellung, die ihm bevorstand. Am schwierigsten fiel es ihm anfangs, sich gesünder zu ernähren. Denn er konnte nicht einfach weiter essen, was er wollte. Früher verzehrte er gerne Kuchen, Schokolade, Weißbrot und alles, was ihm schmeckte, doch jetzt musste er sorgfältig darauf achten, was er zu sich nahm. Heute isst er mehr Obst und Gemüse, Lebensmittel, die reich an Ballaststoffen sind, und er nutzt vermehrt gesündere Proteinquellen wie Geflügel und Fisch. Nach der Diagnose begann er auch, sich regelmäßiger sportlich zu betätigen. Heute wandert er jeden Tag 45 Minuten in den Bergen um Peja auf dem „Herz-Pfad". Herr Ethemi steht in engem Kontakt mit seinem Arzt um sicherzustellen, dass die Insulin-Behandlung reibungslos verläuft.

Anderen Diabetikern helfen

Seitdem er seine Diagnose erhielt, hat Herr Ethemi auch anderen geholfen, die ebenfalls an Diabetes leiden. Er erinnert sich daran, dass seine Familie nach der Diagnose in erster Linie im Internet nach Informationen über die Krankheit suchen musste. Damals lagen die kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Balkan nur wenige Jahre zurück und es war schwer im Kosovo umfassende medizinische Informationen zu erhalten, so dass die Familie Ethemi gar keine andere Wahl hatte, als selbst nach Wissensquellen zu suchen. Jahre später setzte sich Herr Ethemi mit dem Bewusstsein, dass neu diagnostizierte Patienten dringend gute und verlässliche Hinweise und Schulungen benötigen, zusammen mit seinem Arzt und einer nichtstaatlichen Organisation für die Errichtung des nationalen Diabetesverbandes ein. Dieser Verband hat ein Beratungszentrum errichtet, in dem Menschen mit Diabetes Informationen erhalten und sich in dem richtigen Umgang mit ihrer Krankheit schulen lassen können. Herr Ethemi und seine Vereinskollegen sind auch führend an der Organisation des Weltdiabetestags beteiligt, der immer am 14. November abgehalten wird. Herrn Ethemi geht es darum, Menschen mit Diabetes zu helfen, die vielleicht nicht genug über die Krankheit oder ihre Handhabung wissen.

Heute, mehr als zehn Jahre nach der Diagnose, lebt Herr Ethemi ein gesundes, aktives Leben und hat gelernt mit seiner Diabetes umzugehen. Allen Menschen, denen die Diagnose neu gestellt wird, gibt er folgenden Rat: „Akzeptiere Diabetes als eine Normalität, mit der du leben kannst. Achte auf deine Gesundheit, treibe Sport und ernähre dich sorgfältig. Finde einen guten Arzt, befolge die Therapieanweisungen und gib neues Wissen und neue Erkenntnisse über die Diabetes weiter."

Prävention von Diabetes

Der Rat gesund zu leben, Sport zu treiben und sich richtig zu ernähren, ist für alle wichtig, nicht nur für Diabetiker. Zwar können Menschen mit Diabetes ihre Erkrankung heute in den Griff bekommen, wenn sie in Zusammenarbeit mit dem medizinischen Personal einen Behandlungsplan aufstellen und auch befolgen, doch sollte dabei nicht vergessen werden, dass Typ-2-Diabetes vermieden werden kann. Mindestens 20% der Fälle wären vermeidbar und wenn sich die Lebensweisen ändern würden, könnte der Krankheit insgesamt vorgebeugt werden oder ihr Ausbruch hinausgezögert werden. Zum Weltgesundheitstag verbreiten das Regionalbüro und die Länder der Europäischen Region die Botschaft: Gesund essen, aktiv leben, ärztlichen Rat befolgen – Diabetes bewältigen.