Ressortübergreifender Dialog in Belarus über eine effizientere und effektivere primäre Gesundheitsversorgung angesichts nichtübertragbarer Krankheiten

WHO

Am 12. Juli 2016 fand in Minsk (Belarus) ein hochrangig besetzter Grundsatzdialog über die wesentlichsten Barrieren und besten Strategien für ein effizientes und effektives Vorgehen der primären Gesundheitsversorgung gegen nichtübertragbare Krankheiten statt.

Die Veranstaltung wurde vom belarussischen Gesundheitsministerium ausgerichtet. Die Teilnahme von Vertretern anderer Ministerien - hierunter für die Ministerien für Finanzen sowie für Arbeit und Sozialschutz - und der parlamentarischen Kommission für Gesundheit bedeutete ein umfassendes ressortübergreifendes Herangehen an dieses wichtige Anliegen.

Die Veranstaltung bot auch eine Bühne zur Vorstellung des neuen WHO-Berichts zur  Länderbewertung von Belarus, die 2016 unter der Überschrift „Bessere Ergebnisse im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten: Herausforderungen und Chancen für die Gesundheitssysteme“ erschien.

Die Erörterung von Interventionen zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten auf Ebene der Einzelperson wie der Bevölkerung verliefen sehr konstruktiv und konzentrierten sich auf bekannte Risikofaktoren sowie die Modernisierung der primären Gesundheitsversorgung. Die Bedeutung von Qualität, Effektivität und Effizienz der Interventionen wurde ebenso betont wie die Notwendigkeit, sich von veralteten Praktiken zu verabschieden und eine evidenzbasierte sowie patientenorientierte primäre Gesundheitsversorgung zu schaffen.

Die Teilnehmer waren sich über die nächsten Schritte einig, die vom neu geschaffenen ressortübergreifenden Koordinationsausschuss unter Vorsitz des Stellvertretenden Premierministers abgestimmt werden sollen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts für die Prävention nichtübertragbarer Krankheiten, die Förderung gesunder Lebensweisen und die Modernisierung des Gesundheitssystems in Belarus statt. Dieses Projekt wird von vier Organisationen der Vereinten Nationen (UNDP, WHO, UNICEF und UNFPA) gemeinschaftlich umgesetzt und von der Europäischen Union finanziert.