Belarus und WHO-Regionalbüro für Europa unterzeichnen neue Kooperationsvereinbarung

WHO

Am 4. Dezember 2017 unterzeichneten Belarus und das WHO-Regionalbüro für Europa anlässlich des Besuchs von Gesundheitsminister Dr. Valery Malashko in der UN City in Kopenhagen eine neue zweijährige Kooperationsvereinbarung (BCA). Der Besuch bot dem Regionalbüro eine Gelegenheit zur Darstellung seiner Arbeit auf allen Ebenen und zur Erörterung der Möglichkeiten für eine unterstützende Zusammenarbeit mit Belarus bei der Verwirklichung seiner Prioritäten im Gesundheitsbereich. Die neue BCA, durch die die Zusammenarbeit des Regionalbüros mit dem Land im Zeitraum 2018–2019 auf eine formelle Grundlage gestellt wird, beinhaltet die zentralen gesundheitspolitischen Herausforderungen für Belarus:

  • übertragbare Krankheiten;
  • Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten unter Schwerpunktlegung auf die vier wichtigsten Risikofaktoren;
  • psychische Gesundheit und Substanzmissbrauch;
  • Verletzungsprävention bei Kindern;
  • Stärkung der Gesundheitssysteme.

Dr. Malashko nutzte seinen Besuch auch, um die gesundheitspolitischen Herausforderungen für sein Land zu schildern und über die wichtigsten Maßnahmen zu deren Bewältigung zu berichten. Neben der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab, traf der Minister auch mit Leitern der Fachabteilungen beim Regionalbüro zusammen, die ihre jeweiligen Arbeitsbereiche vorstellten und dabei auch auf die aktuelle Lage in Belarus sowie Möglichkeiten für eine künftige Zusammenarbeit eingingen.

Die Gespräche befassten sich mit einer Reihe zentraler Themen, darunter:

  • HIV und Hepatitis;
  • Tuberkulose, einschließlich ihrer multiresistenten Formen, und neue Mechanismen für die Finanzierung der Tuberkuloseversorgung;
  • nichtübertragbare Krankheiten, unter besonderer Berücksichtigung der einschlägigen Risikofaktoren und eines ressortübergreifenden Ansatzes;
  • Schaffung integrierter, bürgernaher Gesundheitssysteme mit einem besonderen Augenmerk auf der primären Gesundheitsversorgung;
  • Zugang zu Arzneimitteln (umsichtiger Umgang mit antimikrobiellen Mitteln, Preisgestaltung und Präqualifikationsprogramm der WHO);
  • Gesundheitsinformationssysteme und e-Gesundheit.

Dr. Malashko und Dr. Jakab erörterten auch die Möglichkeit, im Oktober oder November nächsten Jahres eine hochrangige Tagung in Belarus abzuhalten. Ferner vereinbarten sie eine Reihe künftiger Aktivitäten, die von der fachlichen Unterstützung im Bereich e-Gesundheit und Gesundheitsinformationssysteme bis zur Veranstaltung einer subregionalen Konferenz über Tuberkulose, HIV, Hepatitis und die Gesundheitssysteme gegen Ende des Jahres 2018 reichten.