Das Regionalbüro – Eine Brücke, die die Region verbindet

WHO

Zsuzsanna Jakab, WHO Regional Director for Europe meeting Alexander Kvitashvili, Minister of Labour, Health and Social Affairs of Georgia

Während ihres Amtsbesuchs in Georgien am 17. und 18. Juni 2010 würdigte die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, die Fortschritte, die das Land in der Gesundheitsversorgung erreicht habe, und lobte die innovativen Konzepte, mit denen die Regierung angesichts knapper öffentlicher Mittel und trotz erheblicher Probleme einen Abbau der sozialen Ungleichheiten anstrebe.

Das Verständnis der Notwendigkeit, durch Abbau sozialer Ungleichheiten die Gesundheitssituation zu verbessern, und die Einbeziehung verschiedener Politikbereiche außerhalb des Gesundheitssektors sind ein zentraler Bestandteil der Zukunftsvision von Frau Jakab seit ihrem Amtsantritt als Regionaldirektorin im vergangenen Februar. Auf einer Tagung mit den wichtigsten Partnern und nationalen Ansprechpersonen sowie dem Georgischen Ärztebund nannte Frau Jakab ihre Prioritäten für die Arbeit der WHO und erläuterte, wie die Organisation Länder und Organisationen, aber auch andere Politikbereiche für eine aktive Gesundheitsförderung mobilisieren wolle.

Wörtlich sagte sie: „Ich sehe das WHO-Regionalbüro für Europa als eine Organisation, die die Region verbindet und integrierende Wirkung hat – als eine Brücke, zwischen den verschiedenen Teilen, die Solidarität, Chancengleichheit und Gesundheit fördert.“

Auf ihrem ergebnisreichen zweitägigen Besuch traf die Regionaldirektorin mit Ministerpräsident Nikoloz Gilauri, der Präsidentengattin Sandra Roelofs, Mitgliedern des Parlamentsausschusses und den stellvertretenden Parlamentssprechern sowie mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Alexander Kvitashvili, zusammen.

Von den wichtigsten gesundheitlichen Herausforderungen für Georgien hob Frau Jakab den Komplex der nichtübertragbaren Krankheiten (z. B. Herzkrankheit, Schlaganfall, Krebs, Diabetes) hervor, die die führenden Todesursachen in dem Land darstellen. Sie erklärte, die WHO unterstütze die Regierung nicht nur bei der Prävention und Bewältigung chronischer Erkrankungen, sondern berate sie auch bei der Ausarbeitung eines nationalen Strategieplans HIV/Aids für den Zeitraum 2011–2016 und bei der Bekämpfung von Tuberkulose und Malaria. Als weitere wichtige gemeinsame Aufgaben nannte Frau Jakab die Stärkung der Kapazitäten des Landes für die Bekämpfung von Pandemien und für Sofortmaßnahmen in Krisensituationen.

Die Zusammenarbeit der WHO mit Georgien im Zweijahreszeitraum 2010–2011 konzentriert sich auf vier Hauptbereiche:

  • Stärkung des Gesundheitssystems durch Ausweitung der Steuerungsfunktion des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales;
  • Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern mit dem Ziel der Erfüllung der Millenniums-Entwicklungsziele;
  • Bekämpfung übertragbarer Krankheiten wie Tuberkulose, HIV/Aids und Malaria, u. a. durch konsequente Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften;
  • Auseinandersetzung mit nichtübertragbaren Krankheiten (einschließlich der psychischen Gesundheit) und dem Themenkomplex Umwelt und Gesundheit.