Regionalbüro und griechisches Gesundheitsministerium verstärken Zusammenarbeit an Prioritäten der Gesundheitsreform

WHO

Pictured from left to right: Deputy Secretary General for Primary Health Care Stamatis Vardaros, Secretary General for Public Health Dr Giannis Baskozos, Minister of Health Dr Andreas Xanthos, Chief of Minister’s Cabinet Mr. Panos Papadopoulos, Dr Hans Kluge of WHO/Europe and Caroline Knepper from the European Commission.

Griechenland hat mit Unterstützung des Regionalbüros eine weitere zweijährige Initiative im Rahmen der umfassenden Reform des Gesundheitssektors eingeleitet. In der zweiten Phase des Projekts zur Stärkung des allgemeinen Zugangs zur Gesundheitsversorgung (SCUC2) geht es konkret um den Zugang zu Gesundheitsdiensten und die dafür erforderliche Schaffung transparenter, inklusiver und moderner Steuerungsmechanismen sowie einer gerechten und nachhaltigen Finanzierung.

2013 hatten weniger als 80% der griechischen Bevölkerung eine Krankenversicherung. Derzeit sind hohe Zuzahlungen für Gesundheitsangebote des Landes üblich und größtenteils nicht reguliert. Auch die Qualität der Angebote ist zum Teil problematisch. Angesichts dieser Herausforderungen, die durch die wirtschaftliche Krise des Landes nur verschärft wurden, will die Regierung mit ihrer Initiative die Leistungserbringung auf der Grundlage eines modernen Systems der primären Gesundheitsversorgung reorganisieren. Sie schließt sich an ein vorangegangenes sechsmonatiges Projekt an, das ebenfalls mit Unterstützung des Regionalbüros die Ausbreitung der Infrastruktur der primären Gesundheitsversorgung in Griechenland betrieb.

SCUC2 wurde vom griechischen Ministerium offiziell am 21. September 2016 eingeläutet. Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte Gesundheitsminister Dr. Andreas Xanthos: „Die von uns eingeleitete Gesundheitsreform ist wichtig für einen gerechten Zugang zu den Angeboten. Wir sind entschlossen, den geschaffenen Rahmen zur Entwicklung nachhaltiger, hochwertiger und gerechter Angebote der primären Gesundheitsversorgung für die gesamte Bevölkerung zu füllen und dies auch unabhängig von der Verfügbarkeit externer Gelder.“

Zentrale Prioritäten des Projekts

Die wichtigsten Prioritäten von SCUC2 sind der Ausbau der Infrastruktur der primären Gesundheitsversorgung und die Bewältigung von Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit. Die Initiative soll auch medizinische Notfalldienste bewerten helfen, die Anwendung von Technologien optimieren, Zuzahlungen begrenzen und das Beschaffungswesen verbessern. Sie wird auch den Politikdialog unter den Akteuren weiter fördern.

Dr. Hans Kluge, Direktor der Abteilung Gesundheitssysteme und öffentliche Gesundheit beim WHO-Regionalbüro für Europa, sagte während der Eröffnungsveranstaltung: „Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit fortsetzen zu können und hoffen auf ein anhaltend hohes Tempo der Maßnahmen, die diese ehrgeizige Agenda voranbringen.“

Zum Teilnehmerkreis der Eröffnungsveranstaltung zählten auch der Generalsekretär für öffentliche Gesundheit Dr. Giannis Baskozos, der Stellv. Generalsekretär für die primäre Gesundheitsversorgung Stamatis Vardaros, der Kabinettsleiter des Ministers Panos Papadopoulos, weitere Vertreter des Gesundheitsministeriums, Mitglieder des WHO-Projektbüros in Athen und Vertreter des Dienstes zur Unterstützung von Strukturreformen (SRSS) der Europäischen Kommission.

Alle Beteiligten waren sich darin einig, die bestehenden Koordinations- und Kommunikationsmechanismen zu pflegen und auszubauen und unverzüglich in die Detailplanung und Umsetzung einzusteigen.

Die Aktivitäten der Initiative SCUC2 werden mit Geldern der Europäischen Union aus einer Zuwendungsvereinbarung zwischen der Europäischen Kommission und dem Regionalbüro finanziert. Das übergeordnete Ziel besteht darin, zur Verbesserung von Gesundheit und gesundheitlicher Chancengleichheit in Griechenland beizutragen, insbesondere in den anfälligsten Bevölkerungsgruppen, indem den griechischen Behörden bei der Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung und bei der Stärkung von Effektivität, Effizienz und Widerstandsfähigkeit des Gesundheitssystems geholfen wird.