Kasachstan wird Gastland für neues Fachzentrum der WHO für primäre Gesundheitsversorgung

WHO

Kazakhstan’s Minister of Health Dr Salidat Kairbekova and WHO Regional Director for Europe Zsuzsanna Jakab sign the agreement for a new WHO office on primary health care

Kasachstan hat heute ein Gastlandabkommen mit der WHO über die Einrichtung eines neuen ausgelagerten Fachzentrums der WHO für primäre Gesundheitsversorgung in Almaty unterzeichnet. Das Abkommen wurde von der kasachischen Gesundheitsministerin, Dr. Salidat Kairbekova, und der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, am Rande der 67. Weltgesundheitsversammlung in Genf unterzeichnet.

Die Errichtung des ausgelagerten Fachzentrums zielt darauf ab, die Arbeit der Europäischen Region der WHO auf dem Gebiet der Erbringung von Gesundheitsleistungen, insbesondere in der primären Gesundheitsversorgung, auszubauen. Das Zentrum wird als organisatorischer Bestandteil der Abteilung Gesundheitssysteme und öffentliche Gesundheit beim Regionalbüro zusammen mit den anderen Fachprogrammen der Abteilung nach Maßgabe des Rahmenkonzeptes „Gesundheit 2020“ darauf hinarbeiten, eine allgemeine Gesundheitsversorgung zu verwirklichen.

Gleichzeitig wird es als Knotenpunkt des Wissens und Lernens geeignete Praktiken, vorteilhafte Investitionen und realistische Politikoptionen sammeln und weitergeben, um den Ländern dabei behilflich zu sein, die an vorderster Front tätigen Führungskräfte auf eine erneuerte und innovative primäre Gesundheitsversorgung vorzubereiten.

Die übergeordneten Ziele der neuen Außenstelle bestehen darin:

  1. zu den Anstrengungen des Regionalbüros für die Umformung der Gesundheitssysteme in Richtung einer bürgernahen Leistungserbringung auf der Grundlage der primären Gesundheitsversorgung beizutragen und diese Arbeit zu unterstützen, um eine angemessene, wirksame und zeitgemäße Reaktion auf die Belastung durch übertragbare und nichtübertragbare Krankheiten, Alterung und Begleiterkrankungen zu ermöglichen;
  2. die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region aktiv dabei zu unterstützen, ihre auf Ebene der Europäischen Region und auf globaler Ebene eingegangenen Verpflichtungen zur Verwirklichung einer ausgewogenen, bedarfsgerechten, effektiven und effizienten Leistungserbringung im Gesundheitswesen auf der Grundlage der primären Gesundheitsversorgung zu erfüllen;
  3. hochwertige operative und innovative Kenntnisse und Evidenz über eine bürgernahe Gesundheitsversorgung, die Koordination, Integration und Kontinuität der Versorgung, die veränderte Rolle der Krankenhäuser, die Koordination, Organisation und Verwaltung der Leistungsanbieter und das Patienten- und Krankheitsmanagement im gesamten Lebensverlauf (unter Berücksichtigung chronischer Erkrankungen sowie der Palliativversorgung), aber auch über weitere maßgebliche Herausforderungen für die Länder beim Aufbau einer allgemeinen Gesundheitsversorgung anzubieten.

Die Einrichtung eines neuen ausgelagerten Fachzentrums in Almaty geht aus dem Beschluss EUR/RC62(2) hervor, der vom WHO-Regionalkomitee für Europa auf seiner 62. Tagung angenommen wurde und in dem das Regionalbüro ersucht wurde, Geschäftsmodelle für etwaige neue Fachzentren für die Themenbereiche primäre Gesundheitsversorgung und humanitäre Krisen auszuarbeiten. Daraufhin bot Kasachstan an, das Fachzentrum für primäre Gesundheitsversorgung einzurichten, was vom Regionalkomitee auf seiner 63.Tagung gebilligt wurde.