Verleihung von Ehrenprofessur der Nationalen Medizinischen Universität Kasachstan an Dr. Jakab

WHO

Dr Zsuzsanna Jakab, WHO Regional Director for Europe, receives an honorary professorship from the Kazakh National Medical University

„Unter Dr. Jakabs Federführung hat die Europäische Region zentrale Themen auf die Agenda der globalen Gesundheitspolitik gesetzt, darunter Themen wie Migration und Gesundheit, Kindesmissbrauch und Kindesmisshandlung, psychische Gesundheit, die Gesundheit von Männern, die Gesundheit von Frauen, die evidenzbasierte Schwerpunktlegung auf Chancengleichheit, ein Lebensverlaufansatz für Gesundheit und natürlich die primäre Gesundheitsversorgung und bürgernahe Gesundheitssysteme. In diesem Zusammenhang möchte ich Ihr für Ihre Entschlossenheit bei der Einrichtung des Europäischen Zentrums der WHO für primäre Gesundheitsversorgung unter Leitung unserer Universität danken“, sagte Prof. Talgat Nurgozhin, Rektor der Nationalen Medizinischen Universität Kasachstan in Almaty (Kasachstan).

Am 23. Oktober 2018 wurde Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, im Rahmen einer am 23. und 24. Oktober in Almaty stattfindenden wissenschaftlichen Konferenz über primäre Gesundheitsversorgung eine Ehrenprofessur der Nationalen Medizinischen Universität Kasachstan verliehen.

2016 richtete das WHO-Regionalbüro für Europa in Almaty ein Kompetenzzentrum für die primäre Gesundheitsversorgung ein. Schwerpunkt der Arbeit des Zentrums ist die Optimierung der Gestaltung, Organisation und Steuerung der primären Gesundheitsversorgung, von integrierten Leistungen, der Steuerung der Versorgungsqualität und der Leistungserbringung. Geleitet wird das Zentrum von der Nationalen Medizinischen Universität Kasachstan, finanziert wird es von der Regierung Kasachstans.

Wissenschaftliche Konferenz über Politik, Forschung, Bildung und Praxis in der primären Gesundheitsversorgung

Die im Vorfeld der Globalen Konferenz über primäre Gesundheitsversorgung veranstaltete wissenschaftliche Konferenz versammelte die wissenschaftliche Gemeinschaft, die Zivilgesellschaft sowie Gesundheitsfachkräfte aus dem Bereich der primären Gesundheitsversorgung, die aktiv zur Umgestaltung der primären Gesundheitsversorgung in ihren Gemeinschaften beitragen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Verknüpfungen zwischen vier oftmals parallelen, doch auch miteinander verbundenen Arbeitsbereichen: Politik, Forschung, Bildung und Praxis.

Dr. Jakab zog Bilanz darüber, wie sich die primäre Gesundheitsversorgung angesichts sich verändernder Umstände, wie etwa der Last der nichtübertragbaren Krankheiten, anpasst und erklärte: „Das Modell des einzelnen Arztes und der einzelnen Pflegekraft, die als Duo allein für sich arbeiten, gehört der Vergangenheit an. Sie können diesen neuen Erwartungen nicht gerecht werden. Die Zukunft gehört größeren multidisziplinären Teams im Bereich der primären Gesundheitsversorgung mit Zugang zu Informationen und leistungsstarken Analysewerkzeugen für eine ausgereiftere Steuerung der Bevölkerungsgesundheit.“