Kirgisistan geht gegen Engpässe beim Gesundheitspersonal vor

WHO

Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, traf am 14. März 2011 mit dem kirgisischen Gesundheitsminister Dr. Sabyrbek Jumabekov zusammen. Foto: WHO/Oluf Christoffersen

Der kirgisische Gesundheitsminister Dr. Sabyrbek Jumabekov kündigte während einer Zusammenkunft mit der Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab am 14. März 2011 im Regionalbüro für Europa an, dass die Gehälter für Ärzte in Kirgisistan ab Mai um mindestens 100% angehoben werden.

Dieser Schritt gehöre zu einer Reihe von Initiativen des Gesundheitsministeriums, mit denen Ärzte zur Aufnahme oder Fortsetzung ihrer Tätigkeit in Kirgisistan bewegt werden sollen. Dem Gesundheitssystem des Landes fehlt es an medizinischem Personal, wodurch moderne Ausrüstung nicht wirksam genutzt werden kann und manche Patienten lange auf ihre Behandlung warten müssen.

Frau Jakab begrüßte diesen Schritt im Rahmen einer umfassenden Reform des Gesundheitssystems und bekannte sich für die WHO zur weiteren Unterstützung der Entwicklung einer kirgisischen Strategie für Bevölkerungsgesundheit.

Dr. Jumabekov nutzte seinen Besuch auch zu inhaltlichen Gesprächen mit den Direktoren der Abteilungen des Regionalbüros. Er drückte seine Anerkennung für die Arbeit der WHO aus und dankte Frau Jakab für den äußerst fruchtbaren Dialog.

Zusammenarbeit der WHO mit Kirgisistan

Die Zusammenarbeit der WHO mit dem kirgisischen Gesundheitsministerium weist folgende vier Schwerpunkte auf:

  • Verbesserung von Steuerung und Finanzierung des Gesundheitssystems,
  • Stärkung der Effizienz, Qualität und Relevanz individueller Gesundheitsangebote unter Betonung des Vorrangs der primären Gesundheitsversorgung,
  • Schaffung eines nachhaltigen Gesundheitswesens, das sich nach den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichtet, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung miteinander verzahnt und die Bevölkerung aktiv einbezieht,
  • Ausbau der Kapazitäten und Vorbereitung des Gesundheitssystems auf die Bewertung und Bearbeitung der umweltbedingten Gesundheitsdeterminanten und die Bewältigung von Notlagen.

Während der innenpolitischen Unruhen arbeitete das Regionalbüro 2010 eng mit den kirgisischen Gesundheitsbehörden und anderen Organisationen zusammen und koordinierte Arbeiten zur Befriedigung der gesundheitlichen Bedürfnisse der betroffenen Bevölkerungsgruppen und zur Schaffung von Ressourcen für die Gesundheitsdienste.