105 000 Dosen Impfstoff nach Kirgisistan geflogen, um Grippeimpfkampagne zu starten

WHO

Die WHO und das Gesundheitsministerium in Kirgisistan ermutigen Gesundheitsfachkräfte und Personen, die in Bezug auf grippebedingte Komplikationen gefährdet sind, sich im Rahmen einer am 28. November 2017 beginnenden landesweiten Impfkampagne gegen Influenza impfen zu lassen. Um eine größere Zahl von Impfungen zu ermöglichen, wurden zusätzliche 105 000 Dosen Grippeimpfstoff eingeflogen. Der neue Grippeimpfstoff wurde auf einer offiziellen Zeremonie am 21. November 2017 präsentiert.

Das Gesundheitsministerium erhielt den zusätzlichen Impfstoff im Rahmen des Projektes „Partnerschaften für die Einführung von Grippeimpfstoff“ (PIVI), das von der Sonderarbeitsgruppe für globale Gesundheitspolitik koordiniert und von den United States Centers for Disease Control and Prevention (CDC) finanziert wird. Die WHO hat die Spende in die Wege geleitet und dafür gesorgt, dass das Gesundheitspersonal im ganzen Land gut für die Verabreichung des Impfstoffs geschult wurde.

„Das Gesundheitsministerium in Kirgisistan hat in den vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit der WHO darauf hingewirkt, mehr Dosen des saisonalen Grippeimpfstoffs für all jene, die ihn benötigen, zu beschaffen, und dies ist nun mit dem Projekt PIVI in Erfüllung gegangen“, erklärt Dr. Jarno Habicht, Repräsentant der WHO in Kirgisistan. „Wir erwarten, dass sich in diesem Jahr deutlich mehr Menschen impfen lassen, und das kommt ihrer eigenen Gesundheit und der der gesamten Gemeinschaft zugute.“

Verabreichung des neuen Grippeimpfstoffs durch eigens geschulte Gesundheitsfachkräfte

In den letzten Wochen wurden über 100 Gesundheitsfachkräfte in ganz Kirgisistan umfassend für die Verabreichung des Impfstoffs geschult. Die im ganzen Land durchgeführten Schulungen beinhalteten auch eine Anleitung für die Lagerung und Verabreichung des Mehrfachdosis-Impfstoffs.

Die Schulungen wurden von drei Epidemiologen und Immunologen bzw. Impfkräften pro Bezirk durchgeführt, die zuvor von den kirgisischen Gesundheitsbehörden eingewiesen worden waren. Dies geschah in Abstimmung mit dem Projekt PIVI sowie mit Unterstützung durch das WHO-Länderbüro Kirgisistan und das WHO-Regionalbüro für Europa. Kirgisistan schloss sich 2017 dem Projekt PIVI an.

Grippesaison beginnt in Kirgisistan

In Kirgisistan beginnt die Grippesaison in der Regel erst spät im Jahr und erreicht im Dezember und Januar ihren Höhepunkt. November ist daher der optimale Zeitpunkt, um sich gegen Grippe impfen zu lassen.
Eine Grippe verläuft in der Regel mit milden Symptomen, von denen sich die meisten Menschen schnell erholen. Doch gelegentlich kann sie bei bestimmten Bevölkerungsgruppen auch zu einer schweren Erkrankung und sogar zum Tod führen. Zu diesen Gruppen zählen Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen, ältere Menschen, Bewohner von Einrichtungen für Senioren und Menschen mit Behinderungen sowie Kinder im Alter von 6 bis 59 Monaten.

Grippeimpfungen sind kostenlos und sicher – und die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung gegen die Krankheit und zur Verringerung der Gefahr ernster oder gar tödlicher Komplikationen. Influenzaviren verändern sich ständig; deshalb ist jährlich eine Impfung notwendig, um mit den Veränderungen der Viren Schritt zu halten.