Lettischer Gesundheitsminister bespricht im Regionalbüro gesundheitspolitische Prioritäten

Der neue lettische Gesundheitsminister Didzis Gavars und Staatssekretär Rinalds Muciņš haben mit der WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab und führenden Experten der Organisation die Zusammenarbeit zwischen der WHO und Lettland erörtert. In Zentrum standen die gesundheitspolitischen Prioritäten Lettlands, die Umsetzung der Kooperationsvereinbarung für 2010-2011, das lettische Aids-Programm 2011 und neue Strategien der Gesundheitsfinanzierung sowie die Zukunftsvision und Pläne der Regionaldirektorin für eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und anderen zentralen Akteuren im Bereich der öffentlichen Gesundheit.

Im Mai 2010 hatten das Regionalbüro und die lettische Regierung die Kooperationsvereinbarung für 2010-2011 unterzeichnet und darin Zusagen in Bezug auf gesundheitspolitische Prioritäten sowie ihre Finanzierung und Umsetzung gemacht. Zu den Prioritäten zählen die Stärkung der Gesundheitspolitik und der Gesundheitssysteme, die Förderung gesunder Lebensweisen, der Abbau von Risikofaktoren und die Prävention vermeidbarer Sterblichkeit und Behinderung.

Die lettische Regierung bekennt sich zu gerechten, hochwertigen und zugänglichen Gesundheitsdiensten für die gesamte Bevölkerung. Die globale Finanzkrise machte 2009 allerdings im Gesundheitswesen tiefe Einschnitte erforderlich. Zur Minimierung der Konsequenzen richtet Lettland daher jetzt sein Augenmerk auf eine stärkere Primärversorgung, spezialisierte ambulante Dienste und gesundheitspolitische Maßnahmen und zugleich auf den Rückbau der Krankenhäuser und die Zusammenlegung von Gesundheitseinrichtungen zu deren Optimierung.