Portugal entwickelt Länder-Kooperationsstrategie

WHO

Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, besuchte am 27. Juni 2014 Portugal

Die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab besuchte am 27. Juni 2014 Portugal, um dort am nationalen Gesundheitsforum teilzunehmen.

In ihrem Vortrag ging die Regionaldirektorin auf den portugiesischen Gesundheitsplan 2012–2016 ein und ermutigte den Gesundheitsminister Dr. Paulo Macedo, den Plan bis 2020 zu verlängern, damit er sich ganz auf einer Höhe mit dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden „Gesundheit 2020“ befinde. Sie betonte ferner die Bedeutung breiter parlamentarischer Unterstützung, der Umsetzung in einem gesamtstaatlichen Vorgehen und der Erstellung eines entsprechenden Fahrplans, der andere Akteure wie Gesundheitseinrichtungen, -anbieter und Zivilgesellschaft einbezieht. Die Regionaldirektorin befürwortete zudem den Austausch mit anderen WHO-Mitgliedstaaten, damit der Reformeifer erhalten bleibe. 

Länder-Kooperationsstrategie für Portugal

Die Tagung im Juni bedeutete auch eine Gelegenheit, die Entwicklung einer Länder-Kooperationsstrategie (CCS) weiter zu erörtern, die an die Stelle der zweijährigen Kooperationsvereinbarung (BCA) treten könnte, die das Regionalbüro und Portugal im Mai 2014 unterzeichnet hatten. Dabei handelt es sich um ein mittelfristiges, umfassendes Referenzdokument für die gesamte Arbeit der WHO in einem Land, das auf einer Linie mit „Gesundheit 2020“ Orientierung für die Planung, Haushaltslegung, Mittelzuweisung und Arbeit in Partnerschaften gibt.

Das Regionalbüro wird mit dem Gesundheitsministerium den Entwurf eines CCS erarbeiten und mit den maßgeblichen portugiesischen Akteuren später im Jahr erörtern.

Zwei Länder in der Europäischen Region - die Schweiz und die Russische Föderation - haben mit der WHO bereits ein CCS unterzeichnet.