Länder-Kooperationsstrategie mit Portugal unterzeichnet

WHO/Sissle Honoré

Das Gesundheitsministerium Portugals und die WHO haben eine Länder-Kooperationsstrategie (CCS) unterzeichnet, in der die Vision für die Schaffung von Synergieeffekten und einer einheitlichen Ausrichtung zwischen den führungsbezogenen Prioritäten der WHO und den Gesundheitskonzepten, -strategien und -plänen Portugals für den Zeitraum 2015–2020 dargestellt wird. Die CCS orientiert sich sowohl am nationalen Gesundheitsplan Portugals als auch an dem Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ der WHO.

Die Strategie wurde am 15. September 2014 von Staatssekretär Fernando Leal da Costa, dem Stellvertretenden Gesundheitsminister Portugals, Dr. Margaret Chan, der Generaldirektorin der WHO, und Zsuzsanna Jakab, der WHO-Regionaldirektorin für Europa, unterzeichnet. Sie enthält drei strategische Prioritäten für die künftige Zusammenarbeit:

  • Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich des nationalen Gesundheitssystems unter Schwerpunktlegung auf den nationalen Gesundheitsplan für den Zeitraum 2012–2016 und einen bezahlbaren Zugang zu Medikamenten und Gesundheitstechnologien;
  • Austausch von Informationen und Sachverstand in Bezug auf die Bereiche nichtübertragbare Krankheiten, Ernährungs- und Lebensmittelpolitik, Tabakbekämpfung, psychische Gesundheit, Substanzgebrauch und die sozialen Determinanten von Gesundheit; und
  • Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der WHO und Portugal in den Bereichen Malaria und Stärkung des Arbeitskräfteangebots.

Der Staatssekretär erläuterte, wie die CCS auch zur Stärkung der Beziehungen zu Afrika und den portugiesischsprachigen Ländern weltweit in Bezug auf viele Gesundheitsthemen (einschließlich Ebola-Fieber) beitragen werde.

Portugal ist der erste Mitgliedstaat der Europäischen Union, der eine CCS mit der WHO abschließt. Die Regionaldirektorin möchte solche Strategien auch mit anderen EU-Staaten abschließen, in denen es kein Länderbüro der WHO gibt.

Auch die Schweiz und die Russische Föderation haben Länder-Kooperationsstrategien mit der WHO unterzeichnet.