Republik Moldau und WHO-Regionalbüro für Europa unterzeichnen neue zweijährige Kooperationsvereinbarung

WHO

In Fortsetzung einer langjährigen fruchtbaren Zusammenarbeit unterzeichneten Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, und Dr. Svetlana Cebotari, Ministerin für Gesundheit, Arbeit und Soziales, am 20. Februar 2018 die zweijährige Kooperationsvereinbarung (BCA) zwischen dem WHO-Regionalbüro für Europa und der Republik Moldau für 2018–2019. Die Unterzeichnung fand am Rande der Ministertagung des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks zum Thema Immunisierung in Podgorica (Montenegro) statt.

In der BCA für den Zeitraum 2018–2019 werden sowohl die spezifischen Bedürfnisse des Landes als auch die Initiativen und Prioritäten der WHO auf der globalen Ebene und in der Europäischen Region berücksichtigt. Der Inhalt des Dokuments wurde in gegenseitiger Abstimmung erstellt und trägt den gesundheitspolitischen Prioritäten und den gegenwärtigen Bemühungen um Verbesserung der Gesundheitssituation der Bevölkerung in der Republik Moldau Rechnung.

Die wichtigsten Bereiche der Zusammenarbeit sind:

  • übertragbare und impfpräventable Krankheiten, einschließlich HIV, Tuberkulose und antimikrobielle Resistenzen;
  • nichtübertragbare Krankheiten, einschließlich der Themenkomplexe psychische Gesundheit, Substanzmissbrauch, Gewalt- und Verletzungsprävention sowie Behinderungen und Rehabilitation;
  • Gesundheitsförderung im gesamten Lebensverlauf, einschließlich der Themen Reproduktionsgesundheit und Gesundheit von Müttern, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen sowie des Themenkomplexes Umwelt und Gesundheit;
  • Stärkung der Gesundheitssysteme, einschließlich der integrierten Leistungserbringung, des Zugangs zu Arzneimitteln und der Gesundheitsinformationssysteme;
  • Notfallvorsorge und Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005).

Während der Zeremonie erklärte Dr. Cebotari: „Bei der Verwirklichung der gesundheitspolitischen Ziele der Republik Moldau ist die Zusammenarbeit mit der WHO von entscheidender Bedeutung. Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales und die WHO streben gemeinsam dieselben Ziele an: mehr Gesundheit für die gesamte Bevölkerung und mehr gesundheitliche Chancengleichheit unter den Bürgern der Republik Moldau. Die Verwirklichung dieser Ziele wird durch das heute mit dem Regionalbüro vereinbarte fachliche Hilfspaket großen Auftrieb erhalten. Dessen inhaltliche Schwerpunkte sind die Modernisierung des Modells der Leistungserbringung im Gesundheitswesen, einschließlich der primären Gesundheitsversorgung und des Krankenhauswesens, sowie die Verbesserung der Qualität der Gesundheitsversorgung, die Förderung der öffentlichen Gesundheitsdienste, die wirksame Bekämpfung übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten und die Notfallvorsorge. Ich bin zuversichtlich, dass wir in zwei Jahren greifbare Ergebnisse und einen sichtbaren Effekt vorweisen können, die sich positiv auf das Leben jedes einzelnen Bürgers der Republik Moldau verbessern werden.“

Dr. Jakab fügte hinzu: „Diese Vereinbarung wird dazu beitragen, unsere Zusammenarbeit in den kommenden Jahren auf eine Reihe von Prioritäten auszurichten, die für die Gesundheit der Menschen in der Republik Moldau besonders wichtig sind. Unsere gemeinsamen Anstrengungen mit der Regierung der Republik Moldau, namentlich zur Bekämpfung übertragbarer und nichtübertragbarer Krankheiten und zur Stärkung des Gesundheitssystems, können für das Land zu konkreten Zugewinnen in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden führen.“

„Die Vereinbarung spiegelt die prägenden Grundsätze der Arbeit der WHO wider und zielt darauf ab, allen den Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung zu verschaffen. Dies wiederum wird zur Verwirklichung der diesbezüglichen Ziele für nachhaltige Entwicklung und anderer umfassender globaler Ziele beitragen. Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales zur Umsetzung der neuen Vereinbarung, die der Gesundheit der Bürger der Republik Moldau und anderer Länder der Europäischen Region zugute kommt.“

Die zweijährige Kooperationsvereinbarung mit der Republik Moldau, die sich an dem Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ orientiert, steht im Einklang mit den Gesundheitskonzepten und -plänen des Landes, wie etwa den Prioritäten des Prozesses Moldau 2030 und der nationalen Gesundheitspolitik für den Zeitraum 2007–2021, und ist auch auf den Partnerschaftsrahmen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung 2018–2022 für die Republik Moldau abgestimmt.