WHO und Russische Föderation unterzeichnen Länder-Kooperationsstrategie

WHO

Von links: Zsuzsanna Jakab (WHO-Regionaldirektorin für Europa), Veronika Skvortsova (Gesundheitsministerin der Russischen Föderation) und Margaret Chan (WHO-Generaldirektorin) am 18. Mai 2014 während der Unterzeichnung der Länder-Kooperationsstrategie.

Am 18. Mai 2014 besiegelten die Russische Föderation und die WHO ihre Länder-Kooperationsstrategie, welche die fachliche Zusammenarbeit und Unterstützung für nationale Gesundheitskonzepte, -strategien und -aktionspläne sowie damit verknüpfte Aktivitäten im Sinne von „Gesundheit 2020“ auf mittlere Sicht festlegt. Die Strategie wird bis 2020 die Grundlage der Zusammenarbeit bilden.

Während der Zeremonie dankte die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan der russischen Gesundheitsministerin Veronika Skvortsova und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin für die kontinuierliche Unterstützung in Gesundheitsfragen auf höchster politischer Ebene. Dr. Chan beglückwünschte außerdem die Ministerin zu den Fortschritten in der Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten und in der Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit.

Die Führungsrolle der Russischen Föderation im Gesundheitsbereich auf subregionaler Ebene wurde von der WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab gewürdigt. Das Land habe gerade die 4. Konferenz über HIV/Aids in Osteuropa und Zentralasien ausgerichtet und es gebe weit gereifte Pläne für die baldige Errichtung eines neuen Fachzentrums für nichtübertragbare Krankheiten in Moskau.

Die Lebenserwartung in der Russischen Föderation sei signifikant gestiegen: von 65,3 Jahren im Jahr 2005 auf 70,8 Jahre im Jahr 2013, habe also jedes Jahr um durchschnittlich fast 0,7 Jahre zugenommen.

Vier strategische Prioritäten sollen die Zusammenarbeit bestimmen:

  • die Stärkung der Kapazitäten für die Kooperation zwischen der Russischen Föderation und der WHO im Gesundheitsbereich auf regionaler und globaler Ebene;
  • die Schaffung eines umfassenden präventiven Umfeldes und von Gesundheit während des gesamten Lebens;
  • die Verbesserung der Gesundheitssicherheit durch Kapazitätsaufbau;
  • die Stärkung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems.

Der Entwicklung dieses gemeinsamen Ansatzes von WHO und Russischer Föderation gingen ausführliche Konsultationen mit Vertretern auf allen Ebenen der WHO, der russischen Föderation und der internationalen Partner voraus, die in dem Lande tätig sind.

Diese erste Kooperationsstrategie läuft bis 2020 und enthält nicht nur ein Bekenntnis zum Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden „Gesundheit 2020“, sondern ist auch mit den übrigen nationalen und europäischen Programmen abgestimmt, insbesondere dem staatlichen Programm der Russischen Föderation zur Fortentwicklung der Gesundheitsversorgung. Dieses Programm wurde im April von der Regierung beschlossen, um die Gesundheitsversorgung zugänglicher und zugleich wirtschaftlicher zu gestalten.

Länder-Kooperationsstrategien

Länder-Kooperationsstrategien sind Teil des organisationsweiten Ansatz der WHO für die Zusammenarbeit mit den Ländern gemäß den Prinzipien von „Gesundheit 2020“, an dem sich Planung, Finanzierung, Mittelzuweisung sowie das Eingehen von Partnerschaften ausrichten. Partnerschaften im Geiste der Länder-Kooperationsstrategie nutzen in der Regel allen Seiten, weil hier Wissen und Erfahrung aus dem vielseitigen Gesundheitsschutz und seiner Fortentwicklung ausgetauscht werden.

Die Länder-Kooperationsstrategie mit der Russischen Föderation ist die zweite ihrer Art innerhalb der Europäischen Region der WHO. Die erste wurde 2013 zwischen der WHO und der Schweiz geschlossen.