Kursus über Finanzierung der allgemeinen Gesundheitsversorgung wieder ein Erfolg

Robert Ramos

Vom 16. bis 20. März 2015 fand im Fachzentrum Barcelona der fünfte Kursus zur Gesundheitsfinanzierung statt. Unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Gesundheitsversorgung beleuchteten die Teilnehmer Wege zu einem leistungsfähigeren Gesundheitssystem durch eine besser konzipierte Finanzierung.

An der Veranstaltung nahmen insgesamt 54 Delegierte aus 25 Ländern der Europäischen Region teil. Sie wurde vom Fachzentrum für die Stärkung der Gesundheitssysteme in Barcelona in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsfinanzierungsteam des Hauptbüros geplant und durchgeführt. Zum Teilnehmerkreis zählten Regierungsbeamte, leitende Sachverständige von Krankenkassen und Gesundheitsorganisationen sowie Vertreter von Gesundheitseinrichtungen, Universitäten und internationalen Geberorganisationen.

Der Kursus

Interaktiv werden Grundsatzfragen in Bezug auf Einnahmen und ihre Bündelung für Einkäufe sowie auf die Leistungsgestaltung behandelt. Konzeptionelle Instrumente und ihre Auswirkungen auf die finanzielle Sicherheit, Chancengleichheit, Qualität der Versorgung und Transparenz werden systematisch dargelegt.

Die Theorie der Gesundheitssysteme und ihrer Finanzierung wird gemeinsam mit nützlichen Instrumenten der analytischen wie konzeptionellen Planung und Umsetzung vorgestellt. Im gesamten Verlauf werden Beispiele aus den Ländern präsentiert, müssen die Teilnehmenden realistische Szenarien durchspielen und können ganz nebenher dauerhafte fachliche Kontakte knüpfen.

Während des diesjährigen Kursus bestand eine besondere Herausforderung darin, die Strukturreform eines Landes unter realistischen Bedingungen zu planen. Daneben wurden zentrale Themen behandelt, mit denen viele Mitgliedstaaten derzeit zu kämpfen haben, weil sie eine allgemeine Gesundheitsversorgung verwirklichen oder in ökonomisch schwierigen Zeiten aufrechterhalten wollen. 

Rückmeldung von Teilnehmern

„Das wichtigste ist der Erfahrungsaustausch und die Chance zum Lernen von anderen Ländern in Bezug auf die Sicherung der allgemeinen Gesundheitsversorgung und den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen der Finanzkrise. Wir können diese Erfahrungen in meinem Land dazu nutzen, die Qualität der Gesundheitsversorgung und die finanzielle Absicherung der Patienten zu verbessern," sagte Nicolae Jelamschi, Gesundheitsstaatsekretär der Republik Moldau.

„Zwei Aspekte sind besonders hervorzuheben: Erstens die Qualität der Vorträge, Materialien und aktuellen Informationen und zweitens die Gelegenheit zur Vernetzung mit den am Kursus beteiligten Personen," sagte Severin Rakic, Leiter des Instituts für öffentliche Gesundheit der Republika Srpska (Bosnien und Herzegowina). 

„Ich mag das interaktive Format und die vielfältigen Gelegenheiten zu Gespräch und Vertiefung. Es ist nicht alles abstrakte Theorie," ergänzte Tony Flynn, Stellvertretender Leiter des irischen Gesundheitsministeriums. 

„Mir gefällt die Heterogenität der Teilnehmerschar sehr. Außerdem ist das Kursusmaterial hervorragend, ebenso wie die Art und Weise, in der es präsentiert wird. Das hilft mir, meine tägliche Arbeit aus einer anderen Perspektive zu betrachten … mit mehr Tiefblick und Hintergrundwissen," sagte Martin Van Den Boom, Fachreferent im Regionalbüro für Europa. 

„Das Fallbeispiel eines Landes war ein echter Höhepunkt. Es war spannend, das Gehörte in einem realistischen Fall anzuwenden. Alle beteiligten sich daran und hatten viel Spaß dabei. Ich bin sehr froh, dass ich mich für die Teilnahme entschieden hatte," sagte Panagiotis Papadopoulos, Wissenschaftlicher Berater des griechischen Parlaments.