Angesichts der in der Europäischen Region wütenden Waldbrände hebt die WHO die Gesundheitsrisiken hervor

WHO

Aufgrund des außergewöhnlich warmen und trockenen Sommers in Teilen der Europäischen Region der WHO sind in einigen Regionen bereits Waldbrände ausgebrochen. Die in der Region Attica in Griechenland wütenden Waldbrände haben bereits Menschenleben gefordert, und auch Schweden kämpft mit Waldbränden. Neben den hohen sommerlichen Temperaturen bergen auch diese Brände ein zusätzliches Gesundheitsrisiko für die Menschen in der Region.

In der Nähe der Brandherde stellt der Qualm eine Gefahr für die Gesundheit dar, da er eine Mischung aus gefährlichen Gasen und Kleinpartikeln enthält, die zu Reizungen der Augen und der Atemwege führen können. Die Belastung durch den Qualm und dessen Einatmung können gesundheitliche Auswirkungen haben. Diese reichen von Reizungen der Augen und Atemwege bis hin zu ernsteren Erkrankungen wie etwa eine verringerte Lungenfunktion, Bronchitis, Asthmaverschlechterung und vorzeitiger Tod. Die schwerwiegendste Gefahr für die öffentliche Gesundheit bei einer kurzfristigen Belastung durch Brandrauch geht jedoch von der Feinstaubbelastung aus.

Gleichzeitige Belastung durch Hitze und Luftverschmutzung

In Kombination mit Luftverschmutzung können hohe Temperaturen gesundheitsgefährdend sein. Aktuellen Erkenntnissen zufolge wirken sich Hitzewellen an Tagen mit hoher Feinstaubkonzentration stärker auf die Mortalität aus.

Ältere Menschen, Menschen mit kardiorespiratorischen oder chronischen Erkrankungen, Kinder und Menschen, die sich beruflich im Freien aufhalten, sind durch das Zusammenwirken von Hitzewellen und Luftverschmutzung besonders gefährdet.

Schützen Sie sich selbst und andere

Man kann sich selbst vor den gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Hitze und der Belastung durch Qualm schützen. Dabei sollte man nicht nur die Gesundheitshinweise für Hitzewellen beachten – Wohnung kühl halten, sich möglichst wenig in der Hitze aufhalten, den Körper kühl halten und für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen –, sondern auch folgende zusätzliche Maßnahmen in Erwägung ziehen, sowohl wenn man sich in der Nähe von Waldbränden aufhält als auch in Zeiten starker Luftverschmutzung:

  • Bleiben Sie im Haus und vermeiden Sie direkte Belüftung mit Außenluft.
  • Verzichten Sie auf unnötige Fahrten und schalten Sie bei der Fahrt mit einem Kraftfahrzeug auch tagsüber die Scheinwerfer ein, um Verkehrsauffälligkeit und Sicht zu verbessern.
  • Vermeiden Sie anderweitige Verunreinigungen der Innenluft, etwa durch Zigarettenqualm, die Verwendung von Propangas, Holzöfen oder Aerosolprodukten sowie das Braten oder Grillen von Lebensmitteln.

Bei besonderer Gefährdung sollten Sie sich besser in klimatisierten Räumen aufhalten, in denen im Allgemeinen weniger Partikel von draußen zu finden sind als in Gebäuden, in denen offene Fenster zur Belüftung genutzt werden.

Bei der Bewegung oder Arbeit im Freien sollten Sie eine Maske tragen, insbesondere bei einer höheren Feinstaubbelastung. Durch die Maske lässt sich die kurzfristige Belastung verringern, sofern sie für Feinstaub geeignet ist, einen wirksamen Filter auch gegen sehr kleine Partikel (PM2.5) bietet und gut sitzt, also um Mund und Nase gut abschließt.

Helfen Sie gefährdeten Personen, die Rat und Hilfe benötigen. Weist eines ihrer Familienmitglieder oder eine Person, der Sie behilflich sind, eine heiße, trockene Haut, Deliriumssymptome, Krämpfe, Bewusstlosigkeit oder sehr kritische kardiorespiratorische Symptome auf, rufen Sie umgehend einen Arzt oder Krankenwagen.

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