WHO und Schweiz unterzeichnen Länder-Kooperationsstrategie

WHO/Christopher Black

Von links: Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, Alain Berset, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, und Dr. Margaret Chan, Generaldirektorin der WHO, bei der Unterzeichnung der Länder-Kooperationsstrategie. Foto: WHO/Chris Black

Am 20. Mai 2013 unterzeichneten die Schweiz und die WHO eine Vereinbarung über eine Länder-Kooperationsstrategie (CCS), in der Möglichkeiten und Herausforderungen für eine engere Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem WHO-Sekretariat aufgezeigt werden.

Alain Berset, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, bedankte sich bei der WHO für ihre Arbeit und WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan beglückwünschte ihrerseits die Schweiz zu dem bedeutenden Engagement.

Anlässlich der Unterzeichnung lobte Dr. Chan die Schweiz auch wegen ihres hervorstechenden politischen Einsatzes sowohl als Gastgeberin der WHO und als Unterstützerin der laufenden WHO-Reform.

Die Kooperation zwischen der WHO und der Schweiz erfolgt in vier strategischen Bereichen:

  • Informationsaustausch über nichtübertragbare Krankheiten, Ernährungs- und Lebensmittelpolitik, psychische Gesundheit und Substanzmissbrauch;
  • Stärkung der Zusammenarbeit in Bezug auf die nationalen Gesundheitssysteme;
  • Unterstützung der WHO beim Ausbau ihrer Führungsrolle in der globalen Gesundheitspolitik in Übereinstimmung mit ihrem satzungsgemäßen Auftrag durch Nutzung des fruchtbaren Umfeldes in Genf;
  • Ausweitung der Zusammenarbeit in Ländern, mit denen die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) vorrangig kooperiert.

WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab dankte Herrn Berset für den Verhandlungsverlauf, der zum CCS führte (hierunter die enge Zusammenarbeit mit der WHO auf globaler, regionaler und nationaler Ebene, in der sich ein koordiniertes Vorgehen bewährte) und der zu neuen Leitlinien für die CCS führte.

Frau Jakab hob hervor, dass dieses Modell der WHO den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit Ländern ermögliche, die über kein WHO-Länderbüro verfügten. Diese Art von Vereinbarung fördere die konzeptionelle Stimmigkeit und sichere eine Zusammenarbeit mit der WHO in strategischen Bereichen, die nicht nur dem betreffenden Mitgliedstaat, sondern auch den Entwicklungshilfe empfangenden Ländern Nutzen brächten.

Die Schweiz ist der erste Mitgliedstaat in der Europäischen Region der WHO, mit dem eine CCS unterzeichnet wurde.