Regionalkomitee: Höhepunkte von Tag 3

WHO

(From left) Regional Directors of UNICEF, WHO and UNFPA – Marie Pierre Poirier, Zsuzsanna Jakab and Werner Haug – sign the Joint Action Framework

Heute verständigte sich das Regionalkomitee auf einen Handlungsrahmen für die epidemiologische Überwachung und Bekämpfung von Vektorkrankheiten wie Dengue-Fieber und Chikungunya und begrüßte die Unterzeichnung einer Gemeinsamen Rahmenvereinbarung zwischen der WHO, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

Europäischer Handlungsrahmen für die epidemiologische Überwachung und Bekämpfung invasiver Stechmückenarten und wieder auftretender Vektorkrankheiten

In den letzten Jahren kam es in der Europäischen Region der WHO zu einem vermehrten Auftreten von Vektorkrankheiten, namentlich 2007 zu einem Ausbruch von Chikungunya und 2010 zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber. Dr. Guénaël R. Rodier vom Regionalbüro erläuterte, dass eine Kombination von Faktoren, darunter die Globalisierung des Handels und des Reiseverkehrs, die Urbanisierung und der Klimawandel, zur Entstehung günstiger Bedingungen für die Einschleppung und Ausbreitung von durch Stechmücken übertragenen Krankheiten in der Region geführt habe. Der vorgeschlagene Handlungsrahmen werde den Mitgliedstaaten Hilfestellung bei den Maßnahmen geben, die sie auf nationaler Ebene ergreifen, um die Ausbreitung invasiver Arten der Aedes-Mücke und der damit verbundenen Krankheiten Dengue-Fieber und Chikungunya nachzuweisen und rasch darauf zu reagieren.

Der Handlungsrahmen wurde von den Ländern begrüßt, und Litauen äußerte sich im Namen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie folgt: „Wir sollten das von invasiven Stechmücken ausgehende Risiko nicht unterschätzen. Die Länder müssen reaktionsbereit sein.“ Die Delegation der Niederlande bekundete ihre Bereitschaft, das Regionalbüro in dieser Hinsicht zu unterstützen, während die Russische Föderation konkrete Unterstützung bei der Schulung von Gesundheitsfachkräften anbot.

Die Zusammenarbeit des Regionalbüros mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten sowie mit der European Mosquito Control Association wurde gelobt, und die Schaffung einer Plattform zur Erleichterung und Koordinierung von Aktivitäten wie der Analyse von Überwachungsdaten, grenzüberschreitenden Interventionen und dem Austausch von Informationen und Erfahrungen wurde positiv aufgenommen.
Die Mitgliedstaaten verabschiedeten die Resolution über den Handlungsrahmen für die Region mit einer von der Russischen Föderation beantragten Änderung, die zur Aufnahme eines Hinweises auf das West-Nil-Fieber führte.

Fortschrittsbericht über die Eliminierung von Masern und Röteln

Trotz großer Fortschritte bei den Anstrengungen zur Eliminierung von Masern und Röteln aus der Europäischen Region kommt es in mehreren Ländern noch immer zu Ausbrüchen, und Krankheitsfälle treten häufiger unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen als unter Kindern auf. Dr. Guénaël R. Rodier vom Regionalbüro erklärte, dass Masern und Röteln trotz des öffentlichen Desinteresses keine gutartigen Krankheiten seien. Um die Eliminierung bis zum Zieldatum 2015 zu erreichen, seien in mehreren Bereichen forcierte Maßnahmen erforderlich. Dazu gehörten die Stärkung der Impf- und Immunisierungssysteme, die Überwachung, die Überprüfung der Eliminierung von Masern und Röteln sowie Öffentlichkeits-, Informations- und Überzeugungsarbeit.

In der WHO-Region Gesamtamerika sind die Masern und Röteln bereits eliminiert. Die ehemalige WHO-Regionaldirektorin für Gesamtamerika, Dr. Mirta Roses, erläuterte im Plenum die innovativen Schritte zur Ausrottung der Krankheit, die von der Gewinnung Hillary Clintons als entschiedener Fürsprecherin bis zur Aufstellung von Impfstationen vor Sportstadien gereicht hätten. Sie äußerte sich besorgt über die Bedrohung, die von der Einschleppung von Fällen aus Europa in andere Teile der Welt ausgehe, und schloss mit den Worten: „Die Eliminierung von Masern und Röteln ist möglich und lohnenswert.  Tun Sie es.“

In ihren Beiträgen bekundeten die Mitgliedstaaten ihre anhaltende Entschlossenheit, Masern und Röteln zu eliminieren. Trotz der zahlreichen von den Ländern angeführten Herausforderungen – konkret der Umgang mit Sicherheitsbedenken in der Öffentlichkeit und dem Widerstand ideologischer Gruppierungen, der Einfluss von Impfgegnern, die Schließung von Impflücken der Vergangenheit und die Einbeziehung derjenigen, die keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben – würden die Maßnahmen ausgeweitet, darunter breit angelegte Impfkampagnen, gefolgt von gezielten Initiativen in konkreten Bereichen und für die unterversorgte Bevölkerung, kostenlose Impfungen, Stärkung der Überwachung und Aufklärung der Öffentlichkeit über die Impfstoffsicherheit.

Reform der Führungsstrukturen im WHO-Regionalbüro für Europa

Dr. Ray Busutill, Vorsitzender der vom Ständigen Ausschuss des Regionalkomitees (SCRC) eingesetzten Arbeitsgruppe für Führungsfragen ging auf sieben Punkte ein, die die Gruppe im Jahresverlauf auf mehreren Sitzungen geprüft habe und in denen das sensible Gleichgewicht zwischen Transparenz und Rechenschaft einerseits und Effizienz andererseits zum Ausdruck komme. Alle sich daraus ergebenden Verfahrensänderungen würden gegebenenfalls in die Geschäftsordnung des Regionalkomitees und des SCRC einfließen.

Das Verfahren der Nominierung von Kandidaten für den SCRC und den Exekutivrat bleibe im Wesentlichen unverändert, würde jedoch von einer umfassenderen Bekanntmachung der zur Vergabe anstehenden Sitze profitieren, und semi-permanente Mitglieder hätten bei der Aufstellung von Nominierungslisten Vorrang.

Die Beratungen des SCRC seien mit der Öffnung der Tagung im Mai für alle Mitgliedstaaten, dem verbesserten Zugang zu einem Großteil der Tagungsunterlagen und der Übertragung der Eröffnungssitzungen jeder Tagung per Video-Streaming transparenter geworden. Es sei geplant, die Kontaktinformationen der SCRC-Mitglieder auf einer passwortgeschützten, den Mitgliedstaaten zugänglichen Website zu veröffentlichen.
Sowohl für die Einreichung als auch für die Änderung von Resolutionen des Regionalkomitees würden genaue Fristen gesetzt.

Der neue Mechanismus zur Prüfung der Beglaubigungsschreiben der an den Tagungen des Regionalkomitees teilnehmenden Mitgliedstaaten sei aktiviert worden, doch würden die Länder eindringlich gebeten, sie rechtzeitig vorzulegen.

Die Kommunikation zwischen den SCRC-Mitgliedern und den Mitgliedstaaten würde durch die Benennung von Ansprechpersonen im SCRC für die einzelnen Tagesordnungspunkte und durch formale Kontakte zwischen dem SCRC und subregionalen Gruppierungen verbessert.

Im Rahmen der geforderten Reform der globalen Führungsstruktur werde der Verhaltenskodex des WHO-Regionalbüros für Europa für die Nominierung für das Amt des Regionaldirektors durchgesehen und an den des WHO-Regionalbüro für den westlichen Pazifikraum angeglichen.

Im Zuge der Einführung eines Systems der gestaffelten Nachbesetzung von Sitzen im Europäischen Ministerausschuss für Umwelt und Gesundheit würden zwei (nach dem Zufallsverfahren ausgewählte) Mitglieder ausnahmsweise ersucht, über die üblichen zwei Jahre hinaus ein zusätzliches Jahr im Amt zu bleiben.

Die Delegierten begrüßten die verbesserte Transparenz und Möglichkeit, sich bei der Aussprache im SCRC stärker einzubringen, zeigten sich jedoch weiterhin besorgt über die Zahl der dem Regionalkomitees vorgelegten Unterlagen und Tagesordnungspunkte und die Verzögerungen bei ihrer Fertigstellung. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, begrüßte ferner die größere Transparenz bei der Arbeit des SCRC und wies auf die Akzentverschiebung bei der diesjährigen Tagungsordnung des Regionalkomitees hin, die statt neuer Punkte Rückmeldungen zu bestehenden Punkten vorsehe, womit die Rechenschaftslegung des Regionalbüros gegenüber seinen Mitgliedstaaten verbessert würde.

Überprüfung von Resolutionen

Dr. Nedret Emiroglu vom Regionalbüro stellte eine Überprüfung des Standes aller derzeit geltenden Resolutionen des Regionalkomitees der vergangenen zehn Jahre vor, die dazu gedient habe, einen Zeitplan für die Berichterstattung zu erarbeiten, wobei etwaige in den Resolutionen vorgesehene Berichtszeitpunkte und Enddaten verwendet oder, falls nicht vorhanden, solche Zeitpunkte festgelegt worden seien. Durch spätere Resolutionen obsolet gewordene Resolutionen ohne Enddatum würden mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt.

Die 46 zusammengestellten Resolutionen würden gemäß den sechs Kategorien aus dem Zwölften Allgemeinen Arbeitsprogramm unter Hinzufügung einer weiteren Kategorie für Querschnittsbereiche und mit Vorschlägen zu Berichtszeitpunkten und Enddaten präsentiert. Dabei seien die bei der letzten derartigen Überprüfung im Jahr 2008 und einer unlängst durchgeführten Online-Konsultation abgegebenen Vorschläge berücksichtigt worden. Die Delegierten verabschiedeten die Resolution, in der die Überprüfung (mit einer Änderung) und das Verfahren für die Straffung des Berichterstattungsverfahrens, darunter die Praxis der Festlegung eines Enddatums für die Berichterstattung in allen künftigen Resolutionen, gebilligt wurden. Dieses Berichterstattungsverfahren würde in Zukunft beträchtlich von der Einrichtung einer Datenbank mit Resolutionen profitieren, die über eine Suchfunktion verfüge und Verweise zu einschlägigen Hintergrunddokumenten enthalte, darunter zu Resolutionen, durch die diese Resolutionen obsolet geworden seien. Ein Delegierter machte darauf aufmerksam, dass eine solche Zusammenstellung von Resolutionen deutlichen Aufschluss über den gesamten Arbeitsplan des Regionalbüros und die damit zusammenhängenden finanziellen und personellen Aufwand gebe.

Fachinformationssitzung zur Umsetzung von „Gesundheit 2020“: Stärkung der ressortübergreifenden Zuständigkeit für Gesundheit in der Türkei

Eine während der Mittagspause abgehaltene Fachinformationssitzung bot Delegierten der Türkei die Gelegenheit, zu schildern, wie das Gesundheitsministerium ein Programm zur Verbesserung der ressortübergreifenden Zuständigkeit für Gesundheit erarbeitet habe. Ziel des Programms sei es, die Akteure zur Wahrnehmung ihrer Verantwortung zu bewegen, die darin bestehe, im Geiste der Zusammenarbeit die Gesundheit zu fördern und die Funktionen des Gesundheitswesens zu stärken. Die Teilnehmer stellten fest, dass ein sektorübergreifender Ansatz ein Umdenken dahingehend voraussetze, dass die positiven Nebeneffekte für den Gesundheitssektor und andere Sektoren als wesentliches Element sozialer Gerechtigkeit und unter Einbeziehung der Bevölkerung anerkannt und gefördert werden und der vom Gesundheitssektor abgedeckte Themenkreis über medizinische Aspekte hinaus auf Fragen des Wohlbefindens ausgeweitet wird.

Gemeinsame Rahmenvereinbarung mit UNICEF und UNFPA

Die Regionalbüros des UNFPA, des UNICEF und der WHO unterzeichneten heute eine Vereinbarung über die Stärkung ihrer Partnerschaft.
Damit wird das gemeinsame Ziel verfolgt, die Mitgliedstaaten bei der Verwirklichung der gesundheitsbezogenen Millenniums-Entwicklungsziele (MZ 4, MZ 5 und MZ 6) effektiver zu unterstützen und neue Herausforderungen in der Europäischen Region im Kontext von „Gesundheit 2020“ anzugehen.
Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Marie-Pierre Poirier, UNICEF-Regionaldirektorin für Mittel- und Osteuropa und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, Werner Haug, UNFPA-Regionaldirektor für Osteuropa und Zentralasien, und Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.

Einrichtung eines ausgelagerten Fachzentrums der WHO für primäre Gesundheitsversorgung in Kasachstan

Die Erklärung von Alma-Ata aus dem Jahr 1978 legt die Vision für Gesundheitssysteme dar, die sich vorrangig einer bürgernahen primären Gesundheitsversorgung widmen, und umschreibt die damit verbundenen Werte und Erwartungen; eine Vision, die in „Gesundheit 2020“ erneut aufgegriffen wird.

Die Regierung Kasachstans hat angeboten, Gastgeber für eine Außenstelle des WHO-Regionalbüros für primäre Gesundheitsversorgung zu sein und die Kosten für ihren Betrieb zu tragen. Die neue Außenstelle in Almaty hätte vor allem folgende Ziele:

  • Entwicklung konzeptioneller und analytischer Rahmen für eine Leistungserbringung nach dem Prinzip der primären Gesundheitsversorgung, Systematisierung von Kenntnissen und Erkenntnissen und Erarbeitung von Schulungsangeboten;
  • Bereitstellung fachlicher Unterstützung für die Länder zur Umgestaltung des Gesundheitswesens in Richtung primäre Gesundheitsversorgung;
  • Entwurf von Konzeptpapieren zu bewährten Praktiken als Grundlage für Politikempfehlungen und
  • Gewährleistung der Abstimmung zwischen Initiativen im Bereich der Gesundheitssysteme und der globalen Gesundheitsagenda und Aufbau von Partnerschaften mit relevanten Akteuren.

Für die Formulierung der Grundsatzpolitik, die Aufstellung von Normen und Standards und die Entwicklung von Leitlinien bleibt das WHO-Regionalbüro für Europa in Kopenhagen zuständig.

Unter Hinweis auf die Bedeutung des langjährigen Engagements Kasachstans für die primäre Gesundheitsversorgung und den Standort des Büros in Almaty, in dem die Erklärung von Alma-Ata unterzeichnet wurde, billigten die Mitgliedstaaten die Einrichtung der neuen Außenstelle für primäre Gesundheitsversorgung in Kasachstan.

Einrichtung eines ausgelagerten Fachzentrums der WHO für Bereitschaftsplanung für humanitäre und gesundheitliche Notlagen in der Türkei

In der gesamten Europäischen Region nehmen die Erfordernisse in Bezug auf die Gesundheitssicherheit – Notfallvorsorge und rasches Risikomanagement – zu. Der neue globale Rahmen der WHO für die Reaktion im Krisenfall sieht ebenfalls höhere Anforderungen für die WHO-Länder- und Regionalbüros vor. Die vorgeschlagene Außenstelle würde sich unter anderem folgenden Aktivitäten widmen:

  • Bewertung der Krisenbewältigungskapazität des nationalen Gesundheitssystems;
  • Kapazitätsaufbau und Schulung in einem alle Gefahren berücksichtigenden Ansatz;
  • Bewertung der Anfälligkeit von Krankenhäusern und von Strategien zur Verbesserung der Belastbarkeit im Katastrophenfall;
  • Bereitstellung von Unterstützung für Länder, die Massenveranstaltungen ausrichten;
  • Bereitstellung von Hilfe bei der Notfallplanung für humanitäre und gesundheitliche Notlagen;
  • Konzipierung und Durchführung länderübergreifender Simulationen und
  • auf Antrag Unterstützung der WHO-Maßnahmen zur Bewältigung von Notlagen.

Die Mitgliedstaaten billigten die Einrichtung der neuen Außenstelle für Bereitschaftsplanung für humanitäre und gesundheitliche Notlagen in Istanbul.

Fortschrittsberichte zu anderen Außenstellen

Die Russische Föderation gab heute bekannt, dass es bei der Einrichtung eines ausgelagerten Fachzentrums für nichtübertragbare Krankheiten in Moskau vorangehe. Der Haushalt sei bestätigt worden, und die Außenstelle werde voraussichtlich 2014 eröffnet werden.

Ferner wurden Ausführungen zur Tätigkeit und Finanzierung anderer Außenstellen gemacht, und zwar für Gesundheitsfinanzierung in Barcelona, für Umwelt und Gesundheit in Bonn und für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung in Venedig. Die Vortragenden unterstrichen die wichtigen Erfolge dieser Außenstellen, darunter wissenschaftliche und fachliche Beratung für die Länder, wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Kapazitätsaufbau und Schulungen. Es wurde festgestellt, dass die Außenstellen hauptsächlich über Gastlandabkommen mit den Ländern finanziert würden und ihr Beitrag daher ihre Kosten für die Mitgliedstaaten bei weitem übersteige.

Treffen mit nichtstaatlichen Organisationen

Bevor am Mittwoch die Beratungen im Plenum aufgenommen wurden, hielt Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin, eine kurze informelle Zusammenkunft mit nichtstaatlichen Organisationen und anderen Vertretern der Zivilgesellschaft ab, um zu erörtern, wie sie in die Lage versetzt werden könnten, zusätzlich zu ihren bereits online verfügbaren schriftlichen Erklärungen und Videobotschaften profilierte Beiträge zu den Plenarsitzungen der Tagungen des Regionalkomitees zu leisten. In der Erkenntnis, dass die Arbeit der Regionalkomitees maßgeblich von den Mitgliedstaaten bestimmt wird, stellten die Anwesenden fest, dass es in den letzten Jahren besser gelungen sei, das Wissen und Können nichtstaatlicher Organisationen zu nutzen und ihren Besorgnisse in Gesundheitsfragen Rechnung zu tragen, und das heutige Treffen wurde ausdrücklich begrüßt. Die Teilnehmer baten die WHO, bei der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft als Vorbild für andere Organisationen und Regierungen zu wirken, bemerkten jedoch auch, dass die nichtstaatlichen Organisationen ihre Aussagen vor den Tagungen abstimmen und Koordinierungstreffen abhalten sollten. Frau Jakab würdigte den hervorragenden Beitrag nichtstaatlicher Organisationen zur Gesundheit in der Europäischen Region und schlug konkret vor, den Austausch durch die Entsendung von Vertretern der zivilgesellschaftlichen Organisationen zum Regionalbüro zu verbessern.

Während der Tagung des Regionalkomitees hielt die Regionaldirektorin ferner eine Reihe von bilateralen Zusammenkünften mit den Mitgliedstaaten ab. Unter anderem führte sie Gespräche mit der Delegation Turkmenistans über die für Dezember dieses Jahres anberaumte Ministerkonferenz über nichtübertragbare Krankheiten und bekundete der Delegation Israels ihre Unterstützung für die anhaltende Entschlossenheit und die laufenden Maßnahmen der israelischen Regierung zur Unterbindung der Zirkulation des Polio-Wildvirus Typ 1.

Höhepunkte für Donnerstag

  • Europäischer Aktionsplan für psychische Gesundheit (2014–2020)
  • Angelegenheiten, die sich aus den Sitzungen der Weltgesundheitsversammlung und des Exekutivrats ergeben
  • Fortschrittsberichte zu der multiresistenten Tuberkulose, der Tabakbekämpfung, dem Aktionsplan Nahrung und Ernährung, der Strategie zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten, den gesundheitsbezogenen Millenniums-Entwicklungszielen, den Internationalen Gesundheitsvorschriften und der Antibiotikaresistenz.