WHO liefert Medikamente und medizinische Hilfsgüter an die Ukraine

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Dr. Vasyl Lazoryshynets, Stellvertretender Gesundheitsminister der Ukraine, dankt Dr. Ihor Perehinets, dem Stellvertreter der Repräsentantin der WHO in der Ukraine, für die Lieferung von Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern. Foto: WHO.

Am 22. September 2014 lieferte die WHO 19,2 Tonnen an Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern für die Behandlung von etwa 170 000 Menschen gegen gewöhnliche Krankheiten in die Ukraine. Die Notfall-Kits sollen dem ukrainischen Gesundheitsministerium und den Gesundheitsbehörden vor Ort dabei helfen, auf die Bedürfnisse der in der Region Donbas lebenden oder aus ihr vertriebenen Bevölkerung zu reagieren. Mit Stand vom 18. September 2014 gab es nach Auskunft des Amts des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) über 275 000 Binnenvertriebene und nach Angaben der WHO und des Amts des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) fast 8200 Verletzte.

Die Kits enthalten Medikamente für die Bekämpfung von chronischen Krankheiten und Infektionskrankheiten sowie medizinische Geräte für Operationen und andere Arten von Behandlung, einschließlich Entbindungen. Die Lieferung dieser Güter wurde durch die großzügige Unterstützung Israels, Norwegens und der WHO ermöglicht.

„Durch diese humanitäre Hilfe unterstützen wir die ukrainischen Gesundheitsbehörden bei der Bereitstellung von Gesundheitsleistungen für die von der Krise betroffenen Menschen. Dies ist eine wesentliche Hilfe zu einem entscheidenden Zeitpunkt, doch wird damit die Situation noch nicht vollständig behoben“, sagte Dr. Dorit Nitzan, Repräsentantin der WHO in der Ukraine. „Es muss noch mehr geschehen, um den Zugang der Menschen zu ärztlicher Behandlung, Gesundheitswesen und medizinischen Geräten zu verbessern, auch für die Versorgung von Diabetes- Dialyse- und Organpatienten sowie von Behinderten und anderen anfälligen Bevölkerungsgruppen mit besonderen Bedürfnissen.“

Seit Beginn der Krise in der Ukraine hat sich die gesundheitliche Lage verschärft. So gibt es Versorgungsengpässe bei Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern sowie einen beschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung, insbesondere für die im Konfliktgebiet lebenden oder daraus geflohenen Menschen. Vor allem fehlen Finanzmittel für die Beschaffung von Arzneimitteln und die Bereitstellung von Gesundheitsleistungen für Binnenvertriebene. Das Gesundheitsministerium und die WHO erhalten regelmäßig Anfragen in Bezug auf die Lieferung von Medikamenten und Gebrauchsgegenständen für das Gesundheitswesen.

Die WHO bemüht sich weiterhin intensiv darum, die Behandlung bedürftiger Personen in allen Teilen des Landes zu ermöglichen. Seit Beginn der Krise Anfang 2014 hat die WHO in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium die humanitären Hilfsmaßnahmen koordiniert.