WHO liefert Toxoidimpfstoff gegen Tetanus an die Ukraine

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Von links: Dr. Dorit Nitzan, Repräsentantin der WHO in der Ukraine, Dr. Olga Bogomolets, Beraterin des Präsidenten, und Dr. Vasyl Lasoryshynets, Stellvertretender Gesundheitsminister der Ukraine, erklären die Bedeutung einer Lieferung des Toxoidimpfstoffs gegen Tetanus.

Am 26. September 2014 schickte die WHO eine zweite Lieferung Medikamente nach Kiew. Die Lieferung umfasste 300 000 Dosen des Tetanus-Toxoidimpfstoffs (TT), mit denen der Bedarf der Ukraine bis Ende 2015 gedeckt ist. Mit Stand vom 25. September gab es in der Ukraine nach Angaben der WHO und des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) 8332 Verletzte.

„Mit dieser Lieferung wird der dringende Impfstoffbedarf für die Verletzten gedeckt, der zusätzlich zu dem alltäglichen Bedarf von Kindern und Erwachsenen besteht“, sagte Dr. Dorit Nitzan, Repräsentantin der WHO in der Ukraine. „Nicht nur hat der Konflikt im Osten die Nachfrage nach dem Impfstoff erhöht, sondern das Land hatte vor Eintreffen der Lieferung auch fast sämtliche Vorräte an dem TT-Impfstoff aufgebraucht.“

Während der Krise in der Region Donbas wurden viele Menschen verletzt. Offene Verletzungen bringen die Gefahr schwerer bakterieller Infektionen wie Gasbrand und Tetanus mit sich; diese wiederum können zu langfristigen Behinderungen, chronischen Wund- oder Knocheninfektionen und zum Tod führen. Wundinfektionen sind besonders dann gefährlich, wenn verletzte Patienten nicht sofort versorgt werden oder wenn eine große Zahl verletzter Überlebender die verfügbaren Kapazitäten der Traumaversorgung übersteigt.

Darüber hinaus sollte bei Notlagen in einer Bevölkerung, in der die Durchimpfung mit TT-Impfstoff bereits niedrig ist, wie etwa in der Ukraine, ein besonderes Augenmerk auf die Prävention von Tetanus bei Müttern und Neugeborenen gerichtet werden, indem Frauen im gebärfähigen Alter geimpft und die hygienischen Bedingungen bei der Entbindung verbessert werden.