Regionaldirektorin lobt Impfkampagne gegen Polio in Usbekistan

WHO

Ms Zuzsanna Jakab, WHO Regional Director for Europe, spoke to journalists about the importance of immunizing children against poliomyelitis during a visit to Uzbekistan on 6-7 June 2010

Die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, besucht am 6. und 7. Juni 2010 Usbekistan, um zur Sensibilisierung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen beizutragen. Dieser erste Amtsbesuch fällt mit der zweiten Runde der nationalen Impfkampagne gegen Kinderlähmung (Polio) zusammen, bei der alle Kinder unter fünf Jahren, auch in entlegenen Gebieten, geimpft werden sollen.

Die Kampagne wurde von der usbekischen Regierung als Reaktion auf den Polioausbruch im benachbarten Tadschikistan im April 2010 organisiert. „Die Gefahr einer Einschleppung von Polio ist beträchtlich und stellt für die Gesundheit von Kindern eine erhebliche Bedrohung dar. Ich begrüße die Anstrengungen der Regierung, durch Sofortmaßnahmen eine mögliche Ausbreitung des Virus in Usbekistan zu verhindern“, sagte Frau Jakab heute auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Taschkent. Die Regionaldirektorin erkannte auch den bedeutenden Beitrag an, den internationale Partner wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den Vereinigten Staaten, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), die Weltbank und die Internationale Entwicklungsbehörde der Vereinigten Staaten (USAID) zu der Kampagne leisten.

Während ihres Besuchs traf Frau Jakab zu einem Gespräch mit dem usbekischen Gesundheitsminister, Dr. Adham Ikramov, zusammen. Dabei wurden auch andere gesundheitspolitische Prioritäten wie die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen, die Entwicklung einer nationalen Strategie zur Prävention von chronischen Krankheiten, Tuberkulose, HIV/Aids und Krankheiten mit Pandemiepotenzial erörtert. Die Regionaldirektorin nahm die beträchtlichen Veränderungen im usbekischen Gesundheitswesen in den vergangenen 20 Jahren zur Kenntnis und sicherte der Regierung die Bereitschaft der WHO zu, ihre Anstrengungen zur Bewältigung gegenwärtiger und künftiger Herausforderungen zu unterstützen.