Aus dem Vorwort

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa

Zur effizienten und nachhaltigen Bewältigung der Herausforderungen für die Europäische Region im Bereich der Gesundheitsinformationen ist eine umfassende internationale Zusammenarbeit notwendig. Hierfür sind Harmonisierung, Kooperation sowie die Weitergabe von Wissen, Erfahrungen und bewährten Praktiken unverzichtbar. Ich hoffe deshalb, dass dieses Buch die Mitgliedstaaten und andere Akteure dazu veranlassen wird, sich der Europäischen Gesundheitsinformations-Initiative anzuschließen, einer Kooperation zwischen dem WHO-Regionalbüro für Europa und Institutionen und Mitgliedstaaten in der Europäischen Region zur Verbesserung der Informationen, auf die sich die Politik stützen kann. Nur durch gemeinsame Anstrengungen wird es gelingen, die Forschungs- und Entwicklungsagenda im Bereich der Gesundheitsinformationen in unserer Region wirksam und sinnvoll voranzubringen.

Dachziele von Gesundheit 2020

Die 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO nahmen „Gesundheit 2020“ im Jahr 2012 als das neue gesundheitspolitische Rahmenkonzept der Europäischen Region an. Es unterstützt Maßnahmen in allen Bereichen von Staat und Gesellschaft, die darauf abzielen, Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung zu verbessern, Ungleichheiten im Gesundheitsbereich abzubauen, die öffentliche Gesundheit zu stärken und nachhaltige bürgernahe Gesundheitssysteme zu gewährleisten, die flächendeckend sind und Chancengleichheit sowie qualitativ hochwertige Leistungen bieten.

2013 billigten die Mitgliedstaaten einen Rahmen mit Dachzielen und Indikatoren, um die Umsetzung und die Wirkung von „Gesundheit 2020“ zu überwachen, und verständigten sich auf 2010 als Bezugsjahr für die Erfolgskontrolle im Hinblick auf das Erreichen seiner sechs Dachziele.

  • Senkung der vorzeitigen Mortalität in der Europäischen Region.
  • Erhöhung der Lebenserwartung in der Europäischen Region.
  • Abbau gesundheitlicher Ungleichgewichte in der Europäischen Region.
  • Förderung des Wohlergehens der Bevölkerung in der Europäischen Region.
  • Allmähliche Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung.
  • Aufstellung nationaler Zielvorgaben in den Mitgliedstaaten.

Wesentliche Perspektiven

  • Zur Bekämpfung der Hauptrisikofaktoren kann viel mehr getan werden

    Obwohl die Europäische Region auf Kurs ist, um das Dachziel von „Gesundheit 2020“ in Bezug auf die Senkung der vorzeitigen Mortalität zu erreichen, kann zur Verringerung von Hauptrisikofaktoren viel mehr getan werden.

  • Große gesundheitliche Ungleichgewichte zwischen den Ländern der Europäischen Region

    Die Differenzen zwischen den höchsten und den niedrigsten gemeldeten Werten in der Europäischen Region für die Indikatoren von „Gesundheit 2020“, die mit sozialen Determinanten von Gesundheit verknüpft sind (Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung, Grundschulbesuch und Arbeitslosigkeit), haben sich verringert, aber die absoluten Unterschiede zwischen Ländern bleiben groß.

  • Erfolgskontrolle in Bezug auf Wohlbefinden muss verbessert werden

    Daten zum subjektiven Wohlbefinden in den Ländern der Europäischen Region sind verfügbar; zur Verbesserung der Erfolgskontrolle muss jedoch mehr getan werden, um Wohlbefinden und seine kulturellen Rahmenbedingungen zu messen.

  • Umfassendere Erfolgskontrolle benötigt

    Die Umsetzung von „Gesundheit 2020“ gewinnt an Dynamik, aber es bedarf einer umfassenderen Erfolgskontrolle, um die tatsächliche Wirkung des Rahmenkonzepts, auch mit Blick auf Konzepte wie Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften, Befähigung der Bürger und Zugehörigkeitsgefühl, zu erfassen.

  • Internationale Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsevidenz erforderlich

    Internationale Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur Förderung der Agenda für Forschung und Entwicklung in Bezug auf Gesundheitsinformationen und zu den Anstrengungen für die Gewinnung von Gesundheitsinformationen und Evidenz für das 21. Jahrhundert.

Einführungsvideo

Die App des Regionalbüros für Gesundheitsstatistiken

Wie lange ist unsere durchschnittliche Lebenserwartung? Woran sterben wir? Welcher Anteil unserer Bevölkerung verfügt über einen Impfschutz? Wie viel Alkohol trinken die Menschen in unserem nächstgelegenen Nachbarland?

Mit dieser handlichen Smartphone-App haben Sie überall Zugang zu den neuesten Daten über die Gesundheitssituation in der Europäischen Region der WHO. Die App ist ideal für politische Entscheidungsträger geeignet, aber auch für all jene, die im Bereich der öffentlichen Gesundheit tätig sind, und liefert die Daten, auf denen der Europäische Gesundheitsbericht 2015 basiert.

Die in der App enthaltenen Daten ermöglichen ein Verständnis der Gesundheitssituation in der Europäischen Region sowie der Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele des Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020“ . In der App werden Daten der WHO mit Daten aus anderen anerkannten Quellen wie UNESCO und UNDP zusammengeführt.

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