WHO-Veröffentlichung erhält Auszeichnung der British Medical Association

Das Health Evidence Network (HEN) hat für seinen Synthesebericht „Kulturelle Kontexte von Gesundheit: die Nutzung narrativer Forschungsansätze im Gesundheitsbereich“ von der British Medical Association (BMA) bei ihrer Preisverleihung 2017 die Auszeichnung „besonders lesenswert“ in der Kategorie Bevölkerungsgesundheit erhalten.

Dies wurde in einer Zeremonie am 11. September 2017 in London bekannt gegeben. Die prestigeträchtige Auszeichnung der BMA würdigt signifikante Arbeiten und Beiträge zur medizinischen Fachliteratur. Insgesamt 630 Bücher waren im Rennen um Auszeichnungen in insgesamt 20 Kategorien.

Die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna gab die Nachricht in ihrer Eröffnungsansprache zur 67. Tagung des Regionalkomitees für Europa bekannt.

Der HEN-Bericht zeigt die Bedeutung von Erlebnisberichten für die Gesundheitsforschung. Die Erforschung des Narrativs durch Konzentration auf persönliche Erlebnisberichte und Erfahrungen von Krankheit und Wohlbefinden ist ein wichtiges Instrument zur Erfassung der kulturellen Kontexte von Gesundheit.

Der Bericht fasst die wissenschaftliche Literatur über narrative Forschungsansätze zusammen, regt Qualitätskriterien zu ihrer Bewertung an und enthält drei detaillierte Fallbeispiele aus den Bereichen Nahrung und Ernährung sowie Wohlbefinden und psychische Gesundheit von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Auf Grundlage der Befunde werden im Bericht Grundsatzoptionen vorgeschlagen und Methoden angeregt, wie die Narrativerforschung in die Entscheidungsfindung zur Gesundheit einfließen könnte.

Dies war der erste aus einer Reihe thematischer Berichte zur Erkundung des Einflusses kultureller Kontexte auf verschiedene Aspekte von Gesundheit. Die Arbeit ist Teil des Projekts des Regionalbüros zu den kulturellen Kontexten von Gesundheit.

Die Autorin, Prof. Trisha Greenhalgh vom Department of Primary Care Health Sciences, Universität Oxford (Vereinigtes Königreich) ist eine anerkannte Kapazität im Bereich der Narrativerforschung. Die Erstellung des Berichts erfolgte mit finanzieller Unterstützung durch den Wellcome Trust.

„Es ist sehr ermutigend, dass die von uns unterstützte wichtige Forschung eine derartige Anerkennung erhält. Dies ist ein Beweis für die Hingabe und Gelehrsamkeit von Trisha Greenhalgh und ihrem Team und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der WHO“, bemerkte Dr. Jack Harrington, Leiter der Portfolio-Entwicklung, der für den Wellcome Trust an der Verleihung teilnahm.

Erster Platz und besondere Empfehlung

Ein Bericht der WHO zur Impfung von Kindern unter dem Titel „State of inequality: child immunization“ wurde in der Kategorie Digital- und Online-Medien für seine grafische Aufbereitung mit der höchsten Auszeichnung geehrt.

In der Kategorie Gesundheit und Soziales erhielt das Buch „Stärkung der Steuerung der Gesundheitssysteme: bessere Konzepte, größere Leistungsfähigkeit“ des Europäischen Observatoriums für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik eine besondere Empfehlung.